Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Amnesty-Bericht: Deutsche besonders offen für Flüchtlinge
Nachrichten Politik Amnesty-Bericht: Deutsche besonders offen für Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:08 19.05.2016
Mehr als die Hälfte der Bundesbürger gaben an, dass sie Flüchtlinge auch in der eigenen Nachbarschaft akzeptieren würden. Quelle: Federico Gambarini
Anzeige
London

In Deutschland sind Flüchtlinge nach einer Studie von Amnesty International willkommener als in vielen anderen Staaten. In einem neuen internationalen "Willkommens-Index" der Menschenrechtsorganisation liegt die Bundesrepublik hinter China auf Platz zwei.

Auf dem letzten von insgesamt 27 Plätzen liegt Russland. Dort sieht man Flüchtlinge am wenigsten gern.

Der Umfrage zufolge sind 97 Prozent der Bundesbürger grundsätzlich dafür, dass Deutschland Flüchtlinge aufnimmt. Nur drei Prozent sind dagegen. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger (56 Prozent) gaben an, dass sie Flüchtlinge auch in der eigenen Nachbarschaft akzeptieren würden. Jeder zehnte Deutsche erklärte sich bereit, einem Flüchtling in der eigenen Wohnung Unterschlupf zu geben. Zum Vergleich: In China war dies jeder zweite Befragte, in Russland nur einer von hundert.

Insgesamt wurden im Auftrag von Amnesty mehr als 27 000 Menschen in 27 Staaten befragt. Auf den vorderen Plätzen hinter China und Deutschland liegen Großbritannien, Kanada und Australien. Auf den hinteren Plätzen finden sich unter anderem auch die Türkei, Polen und Indonesien. Nach Deutschland waren im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge gekommen.

Nach Amnesty-Angaben ist die Aufnahmebereitschaft in den meisten Staaten recht hoch. Im Durchschnitt erklärten sich 80 Prozent zur Aufnahme im eigenen Land bereit. Amnesty-Generalsekretär Shalil Shetty sagte: "Die Leute sind bereit, Flüchtlinge willkommen zu heißen. Die unmenschliche Antwort von Regierungen auf die Flüchtlingskrise steht überhaupt nicht im Einklang mit den Ansichten der eigenen Bevölkerung."

dpa

Erstmals ist bei einer Kundgebung der AfD in Erfurt ein Vertreter der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung aufgetreten. Dabei ging es am Mittwochabend auch um den geplanten Bau einer Moschee in der Landeshauptstadt.

19.05.2016

Gefährlich nah rauschen die Militärs-Flieger der USA und Chinas im Südchinesischen Meer aneinander vorbei. Das Pentagon spricht von einem unsicheren Manöver. Peking will diese Darstellung nicht gelten lassen - und richtet eine deutliche Warnung an Washington.

19.05.2016

Fast jeder fünfte Neu-Rentner in Deutschland geht wegen gesundheitlicher Probleme in den Ruhestand. 18,4 Prozent der Neu-Rentner des Jahres 2014 bezog eine Erwerbsminderungsrente.

19.05.2016
Anzeige