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Amnesty wirft Shell falsche Berichte bei Ölverschmutzungen vor

Öl Amnesty wirft Shell falsche Berichte bei Ölverschmutzungen vor

Der Ölriese Shell soll Ermittlungen nach Ölunfällen in Nigeria durch falsche Angaben manipuliert haben. Dies geht aus einem neuen Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor, der heute veröffentlicht wurde.

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Shell-Logo auf dem Werksgelände der Raffinerie Harburg in Hamburg.

Quelle: Bodo Marks/Archiv

Kapstadt/Abuja. Der Konzern habe sowohl die wahren Ursachen als auch die jeweils ausgelaufene Menge vertuschen wollen, so der Report. Ein Shell-Sprecher in Nigeria erklärte, er wisse nichts von dem Bericht.

Amnesty wirft Shell unter anderem vor, Öllecks im Nigerdelta fälschlicherweise mit Sabotageakten begründet zu haben. Zudem sei verschleiert worden, welche Gegenmaßnahmen dringend notwendig gewesen seien. "Shells Behauptungen bezüglich der Öllecks sind nicht vertrauenswürdig", heißt es in dem Bericht. Amnesty beruft sich auf Untersuchungen des unabhängigen US-Unternehmens Accufacts.

Für die betroffenen Gemeinden seien die Folgen verheerend, sagte die für globale Angelegenheiten zuständige Amnesty-Direktorin Audrey Gaughran. Diese könnten nur mit wenig oder gar keiner Entschädigung rechnen. Amnesty forderte die Regierung des westafrikanischen Staates auf, die Ölindustrie im Land stärker zu kontrollieren.

"Ich weiß nicht, wovon Amnesty International spricht", sagte Shell-Sprecher Precious Okolobo der Nachrichtenagentur dpa. "Der Bericht ist mir unbekannt."

Umweltschützer in der Region begrüßten den Report hingegen. "Multinationale Ölkonzerne im Nigerdelta haben immer wieder Sabotage als Hauptgrund für die Ölverschmutzung angegeben. So wollen sie Entschädigungszahlungen vermeiden und ihren guten Namen aufrechterhalten", erklärte der Direktor der Kampagne "Hoffnung für das Nigerdelta", Comrade Ofehe.

dpa

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