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Amok und Terror: So reagieren die Länder

Kriminalität Amok und Terror: So reagieren die Länder

Der jüngste Amoklauf und Terroranschläge alarmieren die Sicherheitsbehörden in den Ländern. Dort wird nun - sehr unterschiedlich - reagiert. Brandenburg will nun doch mehr Polizisten einstellen, und bei Veranstaltungen soll es eine größere Polizeipräsenz geben.

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Nach den gehäuften Anschlägen der letzten Tage ziehen die Bundesländer unterschiedliche Konsequenzen. Bayern plant unter anderem eine bessere Schutzausrüstung für Spezialeinheiten.

Quelle: Jens Wolf/Archiv

Berlin. Nach den Gewalttaten der vergangenen Tage haben sich die Innenminister von Bund und Ländern auf erhöhte Polizeipräsenz bei Veranstaltungen verständigt.

 Bei einer Telefonkonferenz der Innenminister sei es auch um bessere Fahndungsmöglichkeiten im Internet zur Verhinderung von Straftaten gegangen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Weil Polizei Ländersache ist, haben auch Bundesländer Maßnahmen in die Wege geleitet. Ein Überblick:

 BAYERN: Mehr Polizei, strengere Kontrollen von Flüchtlingen und an den Grenzen - darauf setzt die CSU-geführte Staatsregierung. "Sehr, sehr entschlossen" will Ministerpräsident Horst Seehofer bei der Frage der Sicherheit vorgehen. Darüber hinaus sollen nach dem Willen von Innenminister Joachim Herrmann straffällige Flüchtlinge leichter abgeschoben werden können. Sogenannte ballistische Helme für jeden Streifenwagen und eine stärkere Schutzausrüstung für Spezialeinheiten will Herrmann für die Polizei anschaffen.

Bayern geht schärfer gegen gewalttätige Flüchtlinge vor

 BADEN-WÜRTTEMBERG: Als Reaktion auf die angespannte Sicherheitslage werden im Südwesten 4,6 Millionen Euro investiert. IT-Experten, Fachleute zur Bekämpfung der Cyberkriminalität und solche, die sich mit dem arabischen Sprach- und Kulturkreis auskennen, will die grün-schwarze Regierung einstellen. 30 neue Stellen werden geschaffen. Weitere rund 100 Beamte werden für die Islamismusbekämpfung abgestellt.

 BRANDENBURG: Unter dem Eindruck des Amoklaufs in München mit zehn Toten will die rot-rote Landesregierung in Brandenburg nun doch mehr Polizisten einstellen als bislang geplant. Zwar hatte sich das Kabinett erst vergangene Woche auf eine Zielzahl von 8200 Beamten im Jahr 2020 geeinigt, doch gilt die Zahl zwei Tage nach der Bluttat als Makulatur.

Nun doch: Mehr Polizisten für Brandenburg

 MECKLENBURG-VORPOMMERN: Für Streifenpolizisten, die oft als erste an einem möglichen Tatort sind, wird ein "Erstinterventionskonzept" erarbeitet. Zudem solle die Ausstattung verbessert werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Details nannte er nicht.

 RHEINLAND-PFALZ: Dort soll eine Ausweitung der psychischen Betreuung von Schülern und jungen Flüchtlingen geprüft werden. Innerhalb von zwei Wochen soll einen Überblick über das Notwendige bestehen, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) an. Die Mainzer Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP kündigte zudem die Anschaffung von Westen für Streifenwagenbeamte an, die Schutz gegen den Beschuss mit Sturmgewehren bieten.

 SACHSEN-ANHALT: Millionen in mehr Sicherheit investiert die Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Ein "Anti-Terror-Paket" beinhaltet den Kauf von zusätzlichen Schusswaffen, Helmen und einem gepanzerten Fahrzeug, kündigte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) an. dpa

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