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Politik Apec-Gipfel: Obama geht auf Distanz zu Chinas Präsident Xi
Nachrichten Politik Apec-Gipfel: Obama geht auf Distanz zu Chinas Präsident Xi
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15:22 17.11.2015
Eine Studentin protestiert gegen den Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in der philippinischen Hauptstadt Manila. Quelle: Diego Azubel
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Manila

Zum Schutz des Apec-Gipfels mit US-Präsident Barack Obama und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping haben die Philippinen demonstrativ Kriegsgerät auf den Straßen aufgefahren.

Nach der Pariser Terrornacht haben sie die Sicherheitsvorkehrungen für Vertreter der 21 Mitglieder der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) noch einmal erhöht. Die Tagung beginnt am Mittwoch.

Nach dem Schulterschluss der Mächtigen gegen den Terror beim G20-Gipfel in der Türkei ging Obama in Manila wieder auf Distanz zu Xi: Er besuchte das von den USA gespendete Flaggschiff der philippinischen Marine und kündigte 250 Millionen US-Dollar Hilfe für Südostasien für "maritime Sicherheit" an. Unter anderem erhalten die Philippinen zwei weitere Marineschiffe.

Er ließ keinen Zweifel daran, dass es dabei um Chinas umstrittene Territorialansprüche im Südchinesischen Meer ging: "Unser Besuch unterstreicht, dass wir uns gemeinsam für die Sicherheit der Meere in dieser Region und freie Fahrt einsetzen."

China beansprucht unter Protest Manilas unter anderem rohstoffreiche Riffe in der Nähe der Philippinen und das dazugehörige Seegebiet. Die USA fuhren in jüngster Zeit zweimal mit Kriegsschiffen an den Riffen vorbei. Sie unterstreichen damit ihre Haltung, wonach es sich um internationale Gewässer handelt. China protestierte.

China tut alles, um das Thema beim Apec-Gipfel von der Tagesordnung zu halten. Bei den Treffen geht es vorrangig um Handel. "Wir werden gute Gastgeber sein", versicherte Außenminister Albert del Rosario, aber man könne anderen Teilnehmern nicht den Mund verbieten. Auch Vietnam streitet mit China um Riffe. Die Philippinen haben China deshalb erfolgreich vor ein Schiedsgericht in Den Haag zitiert.

Dem Gastgeber, den Philippinen, ist die Bedrohung durch Terroristen vertraut. Im muslimischen Süden sind islamistische Terroristen aktiv. Darunter ist die Gruppe Abu Sayyaf, die 2014 ein deutsches Seglerpaar entführte und im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu enthaupten drohte. Die beiden kamen im September frei - nach Angaben der Terroristen nach einer Lösegeldzahlung. Frankreich macht die IS-Miliz für die Anschläge in Paris verantwortlich.

dpa

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