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Atomverhandlungen mit Teheran steuern auf Entscheidung zu

Konflikte Atomverhandlungen mit Teheran steuern auf Entscheidung zu

Nach mehr als zwei Wochen steuern die Verhandlungen über eine Ende des Atomstreits mit dem Iran auf eine Entscheidung zu. Aus iranischen Delegationskreisen verlautete am Abend in Wien, es lägen nun alle Fakten auf dem Tisch.

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Glasfront im Palais Coburg, dem Schauplatz der Atomgespräche.

Quelle: Hans Punz

Wien. Nun müssten sich beide Seiten entscheiden, ob es am Wochenende zu einer Einigung kommen könne oder nicht. Die Gespräche waren zuletzt schon mehrfach verlängert worden.

Bis in die Nacht hinein gab es eine Reihe von Verhandlungen auf allerhöchster Ebene: Zunächst kam die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) für eine Dreiviertelstunde zu internen Beratungen zusammen - Ergebnisse wurden aber nicht bekannt. Anschließend trafen sich zum wiederholten Male US-Außenminister John Kerry, die EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini und der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif.

Ziel der Atomverhandlungen ist ein Abkommen zwischen der 5+1-Gruppe und dem Iran, damit die Islamische Republik die Kernkraft zivil nutzen, aber keine Nuklearwaffe bauen kann. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen den Iran schrittweise fallen. Als strittig hatten zuletzt einige Details des Abkommens gegolten, etwa wann genau welche Sanktionen aufgehoben werden sollen und wie lange UN-Waffenembargos gegen den Iran in Kraft bleiben sollen.

Nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur TASS telefonierte Kerry am Samstag auch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Ob und wann Lawrow an den Verhandlungsort im Palais Coburg zurückkehren könnte, blieb am Wochenende aber zunächst unklar.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte am Samstagnachmittag im iranischen Staatsfernsehen gesagt: "Es sind derzeit nur noch drei ungelöste Streitpunkte‪." Details nannte er aber nicht. "Wir haben in den letzen 22 Monaten zähe Verhandlungen mit den Weltmächten geführt. Wir haben in dieser Zeit Dutzende von Differenzen gelöst", betonte er. Mit Blick auf den Atomstreit fügte er hinzu: "Wir hoffen, dass wir dieses große historische Problem des Landes politisch und mit logischer Argumentation lösen werden und gleichzeitig unser legitimes Recht bekommen." Gemeint ist das Recht auf ein ziviles Atomprogramm.

dpa

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