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Auch Hofreiter will 2017 Spitzenkandidat der Grünen werden

Parteien Auch Hofreiter will 2017 Spitzenkandidat der Grünen werden

Die Grünen wollen ihre Top-Kandidaten für die Bundestagswahl per Urwahl bestimmen. Bisher haben Vize-Ministerpräsident Habeck und Fraktionschefin Göring-Eckardt ihren Hut in den Ring geworfen. Mit Hofreiter tritt nun ein Partei-Linker an - und nennt Gründe.

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Auch Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter will im Bundestagswahlkampf 2017 als Spitzenkandidat antreten.

Quelle: Sven Hoppe/Archiv

Berlin. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter will im Bundestagswahlkampf 2017 ebenfalls als Spitzenkandidat antreten. "Ja, ich möchte kandidieren. Wenn es so weit ist, werde ich offiziell meine Bewerbung für die Urwahl einreichen", sagte Hofreiter der Zeitung "taz.am wochenende".

Damit wirft auch ein Vertreter des linken Parteiflügels seinen Hut in den Ring. In einem Brief an die Parteibasis erklärte Hofreiter: "Ich werde bei dieser Urwahl antreten. Ein Wettbewerb um die richtige Aufstellung für die Bundestagswahl, der kann und wird uns gut tun."

Die Grünen wollen ihre Top-Kandidaten für 2017 per Urwahl bestimmen. Zuvor hatten die Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, und der schleswig-holsteinische Vize-Ministerpräsident Robert Habeck angekündigt, sich der parteiinternen Urwahl stellen zu wollen.

Habeck und Göring-Eckardt gehören zum "Realo-Flügel". Die Grünen wählen für den Bundestagswahlkampf eine Doppelspitze - mit mindestens einer Frau. Ein auch aus Vertretern des Realo- und linken Parteiflügels austariertes Duo ist nicht die Vorgabe.

Hofreiter wirbt im Brief dafür, für konkrete Veränderung eintreten zu wollen. "Ich will diese Alternative und diesen Unterschied, den Grün macht, herausstellen und durchkämpfen." Der "taz" sagte Hofreiter, er stehe für grüne Kernthemen wie Klimaschutz, die ökologische Agrarwende und internationale Solidarität. "Progressive Politik muss sich trauen, große Ziele gegen Widerstand durchzusetzen. Dieses Angebot möchte ich den Grünen machen."

Spitzenkandidat Habeck meinte zu Chancen auf eine schwarz-grüne Regierung im Bund, es sei viel zu früh für Prognosen. Die Umfragen zeigten seit der Flüchtlingskrise eine neue Dynamik. "Es ist zu hoffen, dass die Union die Kraft hat, in der politischen Mitte zu bleiben", sagte Habeck der Deutschen Presse-Agentur.

dpa

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