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Aufrüstung: Nato plant Hauptquartiere in Ungarn und Slowakei

Nato Aufrüstung: Nato plant Hauptquartiere in Ungarn und Slowakei

Die Nato rüstet angesichts des spannungsgeladenen Verhältnisses zu Russland weiter auf. Auch in Ungarn und der Slowakei sollen jetzt regionale Hauptquartiere entstehen. Und Nato-Generalsekretär Stoltenberg reist in die Ukraine.

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Die Nato rüstet angesichts des spannungsgeladenen Verhältnisses zu Russland auf. In Ungarn und der Slowakei sollen regionale Hauptquartiere entstehen.

Quelle: Csaba Krizsan

Brüssel. Die Nato will weitere regionale Hauptquartiere in den östlichen Bündnisstaaten Ungarn und Slowakei aufbauen. Die Pläne sollen am 8. Oktober bei einem Verteidigungsministertreffen in Brüssel beschlossen werden. Das bestätigte ein Sprecher des Militärbündnisses.

Angesichts des angespannten Verhältnisses zu Russland rüstet die Nato seit Monaten stark auf. Bereits Anfang des Jahres wurde die Einrichtung von sechs Hauptquartieren in Estland, Lettland, Litauen sowie Polen, Bulgarien und Rumänien beschlossen. Sie sollen bis Juli 2016 voll einsatzfähig sein. Auch Deutschland stellt Soldaten.

Die neuen Hauptquartiere sollen unter anderem als Planungs- und Koordinierungszentren für Übungseinsätze der neuen schnellen Eingreiftruppe (VJTF) dienen. Zudem sind sie als klares Signal an Russlands Präsidenten Wladimir Putin gedacht. Ihm wirft die Nato die völkerrechtswidrige Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim sowie die Unterstützung pro-russischer Separatisten in der Ostukraine vor. Vor allem östliche Nato-Staaten wie Litauen fürchten, dass Putin versuchen könnte, den Einfluss des Kremls auch in ihre Richtung auszubauen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wird an diesem Montag und Dienstag zu politischen Gesprächen in der Ukraine erwartet. Die pro-westliche Führung in Kiew strebt einen Beitritt zum Bündnis an. Angesichts der schwierigen politischen Situation und mangelnder Reformfortschritte gilt eine Aufnahme der Ukraine derzeit allerdings als ausgeschlossen. Russland protestiert gegen einen möglichen Nato-Beitritt der Ukraine, weil es darin eine Bedrohung seiner Sicherheit sieht.

dpa

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