Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Belgier suchen Hintermann der Paris-Anschläge
Nachrichten Politik Belgier suchen Hintermann der Paris-Anschläge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:30 21.12.2015
Belgische Polizisten im Stadtteil Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Quelle: Olivier Hoslet/Archiv
Anzeige
Brüssel

Belgische Ermittler suchen einen möglichen Hintermann der Pariser Terroranschläge von Mitte November. Wie die belgische Zeitung "Het Nieuwsblad" berichtete, könnte der Mann von Belgien aus die islamistischen Attentate mit 130 Toten und mehreren hundert Verletzten gesteuert haben.

Die Ermittler stützen sich laut Zeitung auf die Überwachung des Telefonverkehrs zwischen Belgien und Frankreich. Demnach soll der Verdächtige am Abend der Anschläge am 13. November über zwei Mobiltelefone die Attentäter kontaktiert haben. Die Staatsanwaltschaft nahm zunächst keine Stellung.

Bisher konzentrieren sich die Ermittlungen in Belgien auf den flüchtigen Salah Abdeslam, Bruder des Pariser Selbstmordattentäters Brahim Abdeslam. Abdeslam gilt im Königreich als Staatsfeind Nummer Eins. Unklar blieb, ob es eine Verbindung zwischen ihm und dem neuen Verdächtigen geben könnte.

Abdeslam soll direkt an den Pariser Anschlägen beteiligt gewesen sein. Wie die Tageszeitung "Le Soir" berichtete, war der Terrorverdächtige bei der Rückfahrt aus Paris extrem nervös. Er habe seinen Mitfahrern gedroht, das Auto sofort explodieren zu lassen, falls sie ihn nicht nach Brüssel zurückbringen sollten, berichtete das Blatt unter Berufung auf Vernehmungsprotokolle.

Nach einem unbestätigten Bericht des öffentlichen Senders RTBF hielt sich Abdeslam drei Tage nach den Pariser Anschlägen im Brüsseler Stadtbezirk Molenbeek-St. Jean auf. Er soll einen Umzug in der Straße genutzt haben, um anrückenden Polizisten zu entkommen - entweder in einem Möbelstück oder in einem Auto.

Im Rahmen der Ermittlungen zu den Paris-Anschlägen nahm die Polizei am Sonntag und am Montag bei zwei Durchsuchungen in Brüssel insgesamt fünf Verdächtige fest. Es wurden weder Waffen noch Explosivstoffe gefunden.

dpa

Der Flüchtlingszustrom von den griechischen Inseln in der Ostägäis aufs Festland hält an: An Bord von drei Fähren sind am frühen Montagmorgen gut 4000 Migranten und Flüchtlinge im Hafen von Piräus angekommen.

21.12.2015

Lange warf der Bund den Ländern vor, abgelehnte Asylbewerber nicht konsequent genug in die Heimat zurückzuschicken. Doch angesichts des enormen Flüchtlingsandrangs wächst auch die Zahl der Abschiebungen kräftig. Allerdings zählen Bund und Länder etwas unterschiedlich.

21.12.2015

Spaniens Ministerpräsident Rajoy hat mit seinen Konservativen die Wahl gewonnen. Er kann jedoch keineswegs sicher sein, ob er weiter an der Macht bleiben wird. Der 60-Jährige will eine neue Regierung bilden, lässt aber offen, wo er die nötige Mehrheit hernehmen will.

21.12.2015
Anzeige