Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Bericht: USA wollen schwere Waffen in Osteuropa lagern
Nachrichten Politik Bericht: USA wollen schwere Waffen in Osteuropa lagern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:01 14.06.2015
Die Kampfpanzer und Infanterie-Kampffahrzeuge sollen auf Stützpunkten in Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Bulgarien und möglicherweise Ungarn gelagert werden. Quelle: Sebastian Kahnert/Archiv
Anzeige

Das Pentagon arbeite an einem entsprechenden Vorschlag, der aber noch von Verteidigungsminister Ashton Carter und dem Weißen Haus absegnet werden müsse, berichtete die Zeitung am Samstag unter Berufung auf US-Beamte und Nato-Kreise. Ziel sei es, Russland von einer möglichen Aggression in Europa abzuschrecken.

Die Waffen würden dem Blatt zufolge auf Stützpunkten in den drei Baltenstaaten Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen, Rumänien, Bulgarien und möglicherweise Ungarn gelagert werden. Dazu zählten Kampfpanzer und Infanterie-Kampffahrzeuge. Es gebe aber noch politische Hürden, da die potenzielle Maßnahme Besorgnisse bei einigen Nato-Verbündeten über Russlands Reaktion auf einen solchen Schritt hervorgerufen habe.

Dennoch erwarten hohe US-Regierungsbeamte nach Angaben der Zeitung, dass der Vorschlag noch vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in diesem Monat in Brüssel gebilligt werde. Ein Pentagon-Sprecher, Steven Warren, wurde mit den Worten zitiert, es sei noch keine Entscheidung gefallen. Das US-Militär prüfe derzeit noch in Abstimmung mit den Verbündeten, wo die Waffen am besten gelagert werden könnten.

Nach Angaben des Blattes wäre es das erste Mal seit Ende des Kalten Krieges, dass die USA schwere Militärausrüstung in den jüngeren Nato-Mitgliedstaaten stationieren würden, die früher Teil des Warschauer Pakts waren. Hintergrund der neuen Planungen sei die russische Aggression auf der Krim und in der Ostukraine.

Das gelagerte Arsenal wäre zwar klein im Vergleich zu dem, was Russland gegen Nato-Verbündete oder an seinen Grenzen aufbieten könne, schreibt die "New York Times". Aber es wäre eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass die USA der Verteidigung ihrer Nato-Verbündeten in Osteuropa verpflichtet sei.

dpa

Der US-Präsidentschaftswahlkampf wird heißer. Die demokratische Bewerberin Hillary Clinton erklärte sich am Samstag in ihrer ersten größeren Wahlkampfrede zur Kämpferin für die Mittelschicht.

14.06.2015

In der Schweiz bleiben Millionen-Erbschaften für direkte Nachkommen weitgehend steuerfrei. Die Volksinitiative für eine nationale Erbschaftssteuer verfehlte bei einer Volksabstimmung klar die Mehrheit.

14.06.2015

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat in den Verhandlungen über eine Reform der Steuereinnahmen nach 2019 vor einer Anhebung der Mehrwertsteuer gewarnt.

14.06.2015
Anzeige