Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Boliviens Präsident Morales will bis 2025 im Amt bleiben
Nachrichten Politik Boliviens Präsident Morales will bis 2025 im Amt bleiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:10 22.01.2016
Evo Morales ist umstritten: Kritiker werfen ihm und seiner Bewegung zum Sozialismus autoritäre Züge, zu große Nähe zu China und die Rohstoffförderung in ökologisch sensiblen Gebieten vor. Quelle: Marcelo Perez Del Carpio
Anzeige
La Paz

"Nach zehn Jahren einer revolutionären Regierung sind wir ein Land mit viel weniger Armen und ein definitiv gerechteres Land", betonte Morales am Freitag bei einem Festakt im Parlament. Der erste indigene Präsident ist schon jetzt der am längste amtierende Präsident Boliviens seit der Unabhängigkeit von Spanien 1825.

Morales betonte, er würde gerne erst zum 200-Jahr-Jubiläum der Unabhängigkeit aus dem Amt scheiden - am 21. Februar entscheiden die Bolivianer über eine Verfassungsänderung, die ihm eine weitere Amtszeit bis 2025 ermöglichen soll. Laut einer Umfrage liegt das Ja-Lager bisher mit 41:38 Prozent knapp vorn. Der frühere Kokabauer vom Stamm der Aymara hatte am 22. Januar 2006 das Amt angetreten, Kritiker werfen ihm und seiner Bewegung zum Sozialismus (Movimiento al Socialismo/MAS) autoritäre Züge, zu große Nähe zu China und die Rohstoffförderung in ökologisch sensiblen Gebieten vor.

85 Prozent der Bevölkerung haben indigene Wurzeln, unter Morales' Präsidentschaft erfuhren die indigenen Gruppen eine Aufwertung. Zwischen 2005 und 2014 ging der Anteil der Armen von 53 auf 29  Prozent zurück, in extremer Armut (weniger als ein Dollar pro Tag), leben statt 38 noch 17 Prozent. Im Schnitt wuchs das Land in der Zeit um 4,9 Prozent, vor allem dank der Einnahmen aus dem verstaatlichten Gasgeschäft. Morales will tausende neue Straßenkilometer bauen und das Bahnnetz ausbauen. Für 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds 3,5 Prozent Wachstum.

dpa

Schon vor Beginn der deutschen Waffenlieferungen an die irakischen Kurden hatte die Opposition gewarnt, die Schusswaffen aus Bundeswehr-Beständen könnten leicht in falsche Hände gelangen. Sie fühlen sich jetzt in ihren Befürchtungen bestätigt.

22.01.2016

Offiziell üben Deutschland und die Türkei den Schulterschluss in der Flüchtlingskrise. Ministerpräsident Davutoglu macht der Kanzlerin Komplimente, fordert aber zugleich mehr EU-Geld. Und er hat wegen der strategischen Lage seines Landes auch gute Karten.

22.01.2016

Die Mainzer Regierungschefin Malu Dreyer lässt sich nicht beirren: Sie will vor der Wahl keine TV-Debatte mit der AfD. Da kann auch der grüne Regierungspartner nicht helfen. Und der SWR ist machtlos.

22.01.2016
Anzeige