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Bombenalarm auf Air-France-Flug: Französische Justiz ermittelt

Notfälle Bombenalarm auf Air-France-Flug: Französische Justiz ermittelt

Der Bombenalarm in einem Air-France-Flugzeug gibt Rätsel auf. Die Passagiere sind inzwischen in Paris gelandet - und die Ermittler vernehmen einen Ex-Polizisten.

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Die Boeing 777 der Air France bei ihrem ungeplanten Zwischenstopp auf dem Flughafen von Mombasa. Foto: str

Paris. Nach dem Fund einer Bombenattrappe an Bord eines Air-France-Flugzeugs sucht die französische Justiz den Verursacher des Alarms. Nach einer Anzeige der Fluggesellschaft eröffnete die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen Eingriffs in den Luftverkehr und Lebensgefährdung.

Die französische Grenzpolizei nahm am Morgen einen Passagier des betroffenen Fluges bei seiner Ankunft am Pariser Flughafen Charles de Gaulle in Gewahrsam. Er wurde aber später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Wie die Staatsanwaltschaft von Bobigny am Abend mitteilte, hatte der Polizist im Ruhestand die Crew auf den verdächtigen Gegenstand auf der Flugzeugtoilette hingewiesen. Daraufhin landete das Flugzeug, das auf dem Weg von Mauritius nach Paris war, in Kenia. Die 459 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder verließen die Boeing 777 in der Nacht zum Sonntag über Notrutschen.

Das Objekt stellte sich später nach Angaben der Fluggesellschaft als ungefährliche Attrappe aus Kartons und einer Art Küchenwecker heraus. Die Fluggesellschaft erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Alle Reisenden und die Besatzung konnten die kenianische Hafenstadt Mombasa am Sonntagabend verlassen und landeten am Montagmorgen in Frankreich.

Seit den Pariser Terroranschlägen vom 13. November waren drei Air-France-Flugzeuge auf dem Weg von den USA nach Paris infolge anonymer Drohungen umgeleitet worden.

Nach Darstellung von Air-France-Chef Frédéric Gagey war der Gegenstand vor dem Abflug von Mauritius noch nicht hinter dem Spiegel der Toilette deponiert gewesen: Die Crew habe die Schränke vor dem Abflug kontrolliert, sagte er bereits am Sonntag. Das Päckchen enthielt seinen Angaben zufolge keinen Sprengstoff. Es sei deshalb bei den Kontrollen wohl nicht zu entdecken gewesen. Trotzdem hat die Fluggesellschaft für die nächsten Flüge um zusätzliche Gepäckkontrollen auf Mauritius gebeten.

dpa

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