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Nachrichten Politik Bombenalarm im Weißen Haus und im Kongress
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09:46 10.06.2015
Gut 50 Journalisten mussten mitten in einem Briefing den Pressesaal im Weißen Haus räumen. Quelle: Michael Reynolds/Archiv
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Washington

In beiden Fällen wurde zwar kurz danach Entwarnung gegeben. Doch Medien in Washington fragten sich besorgt, wie real die Bedrohung tatsächlich war. Vor allem ging die Frage um, warum Präsident Barack Obama und seine Familie das Weiße Haus während des Alarms nicht verlassen mussten. Obama blieb nach Angaben eines Regierungssprechers in seinem Büro, dem Oval Office, das lediglich zwischen 15 und 20 Meter vom Presseraum im Westflügel entfernt liegt.

"Der Präsident blieb im Oval Office und wurde nicht vom Secret Service woanders hingebracht", teilte Sprecher Josh Earnest mit. "Die First Lady, Malia und Sasha (die Töchter) waren in den Wohnräumen und wurden nicht woanders hingebracht."

Nach einer Überprüfung des Presseraums mit Spürhunden konnten die Reporter wieder zurück, die Pressekonferenz wurde fortgesetzt. Nach Angaben des Sprechers hatte ein anonymer Anrufer bei der Polizei eine konkrete Drohung ausgesprochen. "Zu unser aller Sicherheit musste der Raum evakuiert und untersucht werden", sagte Earnest.

Nur Stunden zuvor war eine ebenfalls anonyme Bombendrohung für den Kongress eingegangen. Auch dort wurde kein Sprengstoff gefunden. Möglicherweise handle es sich in beiden Fällen um denselben Anrufer, mutmaßten Kommentatoren.

Das Weiße Haus gilt als eines der am besten bewachten Gebäude der Welt. Washingtoner Journalisten meinten, sie könnten sich dort an keine Räumung des Pressesaals erinnern. Allerdings hatte im vergangenen Jahr eine Pannenserie des Secret Service für Schlagzeilen gesorgt. Mehrmals war es Eindringlingen gelungen, über den Zaun um das Weiße Haus zu klettern - einer schaffte es gar, bis tief in das Gebäude vorzustoßen. Die Chefin des Secret Service, Julia Pierson, musste darauf ihren Sessel räumen.

Auch im Brüsseler EU-Viertel hatte es am Dienstagabend einen Bombenalarm gegeben. Nach Angaben des Europäischen Rates handelte es sich aber um einen Fehlalarm. Menschen seien nicht in Gefahr gewesen.

dpa

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