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Politik Brandenburgs Personalpolitik ist kurzsichtig
Nachrichten Politik Brandenburgs Personalpolitik ist kurzsichtig
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08:54 23.09.2016
Quelle: dpa
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Potsdam

Zu wenig Sold, zu hohe Krankenstände, zu hoher Altersdurchschnitt: Viele der Klagen, die Brandenburgs Lehrerschaft anstimmt, sind bekannt. Dabei wurden doch neue Lehrer eingestellt, hat sich die Schüler-Lehrer-Relation verbessert, und Brandenburg schneidet bei Bildungsvergleichen besser ab als früher. Jammern die Pädagogen auf hohem Niveau?

MAZ-Redakteur Torsten Gellner Quelle: Stähle

Die Lehrergewerkschaft GEW will gehört werden und dramatisiert womöglich die Lage ein wenig. Aber ein goldenes Bildungssystem herrscht in Brandenburg eben auch nicht. Eltern, die sich über ständig wechselnde Lehrkräfte wundern und häufige Vertretungsstunden ärgern, können ein Lied davon singen. Seit Jahren werden Probleme im Schulbereich nicht grundlegend gelöst. Und eine nachhaltige Personalpolitik herrscht hier auch nicht gerade.

Einstiegsgehälter sind überzeugender als Postkartenkampagnen

Beispiel Nachwuchsgewinnung. Das Land tat sich in diesem Jahr sehr schwer, die löblicherweise neu geschaffenen Stellen zu besetzen. Überzeugender als Postkartenkampagnen und Internetportale sind eben gute Karrierechancen und konkurrenzfähige Einstiegsgehälter. Beispiel Altersteilzeit: Es ist nicht lange her, da war man angesichts rückläufiger Schülerzahlen froh, wenn man die älteren Lehrer vorzeitig in den Ruhestand verabschieden konnte. Jetzt will man sie möglichst lange im System halten. In anderen Bereichen ist die Personalpolitik ähnlich kurzfristig, etwa bei der Polizei. Kein Wunder also, wenn die Berufe jetzt den Schulterschluss proben und gemeinsam auf die Straße gehen.

Von Torsten Gellner

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