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Brasiliens Regierung: Merkel glaubt an uns

Regierung Brasiliens Regierung: Merkel glaubt an uns

Brasiliens Regierung wertet den Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und sechs ihrer Minister als wichtiges Signal der Unterstützung in der schweren Krise des Landes.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei einem Treffen im Januar 2013.

Quelle: Roberto Stuckert Filh

Brasilia. "Wenn sie nicht an den Erfolg der Regierung glauben, würden sie nicht kommen", betonte der Direktor der Europaabteilung im Außenministerium, Oswaldo Biato Júnior, in der Hauptstadt Brasilia. "Das zeigt, dass trotz aller Probleme Brasilien ein wichtiger Partner in politischen und wirtschaftlichen Fragen ist." Daher seien die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen auch nicht abgesagt worden, so Biato Júnior.

Staatspräsidentin Dilma Rousseff steht massiv unter Druck: Laut einer Umfrage genießt sie nur noch acht Prozent Zustimmung, Hunderttausende gingen am Wochenende in über 150 Städten des fünftgrößten Landes der Welt auf die Straße, um ein Amtsenthebungsverfahren der bis Ende 2018 gewählten Präsidentin von der linken Arbeiterpartei zu fordern. Gründe sind ein tiefgreifender Korruptionsskandal, bei dem Politiker bei Auftragsvergaben über Jahre geschmiert worden sein sollen; ferner die derzeit hohe Inflation und die sich verschärfende Rezession.

Merkel wird von den Ministern Frank-Walter Steinmeier (Außen/SPD), Hermann Gröhe (Gesundheit/CDU), Barbara Hendricks (Umwelt/SPD), Christian Schmidt (Landwirtschaft/CSU), Alexander Dobrindt (Verkehr/CSU) und Gerd Müller (Entwicklung/CSU) begleitet. Die Delgation reiste am Mittag von Berlin aus ab. Nach der Ankunft am Mittwochabend (Ortszeit) ist ein Abendessen mit Rousseff vorgesehen, am Donnerstag dann Beratungen von Merkel, Rousseff und der beteiligten Ministerien.

In Brasilien sind rund 1400 deutsche Unternehmen tätig, die 250 000 Arbeitsplätze stellen. Bei dem Treffen soll es Zusagen von deutscher Seite für Klimaschutz und zum Schutz des Tropenwaldes in Höhe von 551 Millionen Euro geben. Zudem fordert die deutsche Seite mehr Rechtssicherheit für ausländische Firmen.

dpa

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