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Breivik-Anschläge vor vier Jahren: "Dunkler Tag" für Norwegen

Terrorismus Breivik-Anschläge vor vier Jahren: "Dunkler Tag" für Norwegen

Norwegen hat am vierten Jahrestag der Terroranschläge von Anders Behring Breivik der Opfer des Massenmörders gedacht. "Sie werden nicht vergessen, wir erinnern uns in Liebe an sie", sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg in Oslo, wo die Gedenkfeiern mit einer Schweigeminute begannen.

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Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen wischt sich bei der Zeremonie zum Jahrestag der Terroranschläge von Utøya Tränen von der Wange.

Quelle: Torstein Boe

Oslo. Das Regierungsviertel in der Hauptstadt trägt immer noch Spuren der Explosion, die Breivik dort am 22. Juli 2011 auslöste. Die Überreste des Bomben-Autos, das er dafür nutzte, sind seit Mittwoch in einer Ausstellung zu sehen - genau wie die Polizeimarke, die Breivik trug, als er auf der Insel Utøya um sich schoss. 77 Menschen hatte er am Ende auf dem Gewissen.

Unter den Toten waren viele Kinder und Jugendliche, die ein Sommerlager der Arbeiterpartei auf der Insel besucht hatten. Breivik schoss auch noch auf sie, als sie am Boden lagen oder durch das Wasser zu fliehen versuchten. Der Attentäter wurde später zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

Der Tag werde immer "ein dunkler Tag in der norwegischen Geschichte" bleiben, sagte Solberg am Mittwoch. Viele Angehörige seien vier Jahre nach dem Terror immer noch krankgemeldet, schrieb die Zeitung "Aftenposten". "Vier Jahre sind eine lange Zeit für die, bei denen jeden Tag ein Stuhl beim Essen leer bleibt, die sowohl bei jedem Fest als auch im Alltag immer jemanden vermissen", sagte Mani Hussaini, der Chef der Jugendorganisation der Arbeiterpartei, AUF. Am späten Nachmittag gedachten die Familien ihrer Toten gemeinsam auf Utøya.

Zum Gedenkgottesdienst in Oslo waren zuvor auch Norwegens sichtlich bewegte Kronprinzessin Mette-Marit und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg gekommen. Zur Zeit der Anschläge war er norwegischer Ministerpräsident gewesen. Zurück am Ort des Geschehens zu sein sei "traurig und löst viele Gefühle aus", sagte Stoltenberg.

dpa

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