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Nachrichten Politik Britische Marine eskortiert russisches Kriegsschiff
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18:29 26.12.2017
Das Schiff „HMS St Albans“ der britischen Marine begleitet am 26.Dezember 2017 in der Nordsee das russische Kriegsschiff „Admiral Gorshkow“. Quelle: Royal Navy/AP
Moskau

Die russische Marine hat den Aufklärungseinheiten der Nato ein arbeitsreiches Weihnachtswochenende beschert. Fast zeitgleich sorgten Flottenbewegungen von der Nordsee bis zum Bosporus für Aktivitäten in den Kommandozentralen der Nato. Nach Informationen der „Kieler Nachrichten“ handelt es sich dabei jedoch um routinemäßige Seemanöver und Testfahrten.

Die Besatzung der britischen Fregatte „St. Albans“ hatte am ersten Weihnachtstag den Auftrag, eine der modernsten Lenkwaffenfregatten der russischen Marine zu beschatten. Die gerade erst an die russische Marine ausgelieferte Fregatte „Admiral Gorshkov“ näherte sich während der Weihnachtsfeiertage vom Nordmeer kommend der schottischen Küste. Im Bereich des Moray Fjords wurde das Schiff am ersten Weihnachtsfeiertag morgens mit Kurs auf die Ostsee gesichtet.

Die britische Fregatte beschattete das 132 Meter lange Schiff. Die „Admiral Gorshkov“ ist das erste Schiff einer neuen Klasse von Fregatten und wurde erst im November offiziell Teil der Nordflotte Russlands. Da die „Admiral Gorshkov“ auch mit Marschflugkörpern bewaffnet sein soll, wird sie derzeit mit besonderer Aufmerksamkeit von der Nato beobachtet. Es wird erwartet, dass die „Admiral Gorshkov“ im Laufe der Woche durch die dänischen Meerengen in die Ostsee fährt.

Weitere Schiffe im Mittelmeer

Aber auch andere Marineeinheiten aus Russland sorgen in Großbritannien derzeit für Aufsehen. Bereits Heiligabend mussten britische Marinehubschrauber und das Patrouillenschiff „Tyne“ der britischen Marine im Englischen Kanal die russischen Forschungsschiffe „Admiral Vladimirskiy“ und „Akademik Aleksandr Karpinskiy“ beschatten, die sich auf dem Weg von der Ostsee in Richtung Atlantik befinden. Die „Admiral Vladimirskiy“ hat am 18. Dezember Kronstadt bei St. Petersburg verlasen. Ziel ist eine 18 Monate dauernde Fernfahrt in den Indischen Ozean. Am selben Tag ist aus dem Ostseestützpunkt Baltiysk nach Mitteilung der russischen Marine auch das U-Boot „Dmitroy“ ausgelaufen, dass sich auf einer Erprobungsfahrt befindet.

Neben den Aktivitäten auf Nord- und Ostsee gibt es auch Sichtungen im Süden. Am Dienstag ankerte der Marinetanker „Kola“ nahe der Meerenge von Gibraltar. Der Tanker versorgt die beiden russischen Fregatten „Boikiy“ und „Soobraztelny“. Die Einheiten befinden nach Informationen aus Russland auf einer längeren Einsatzfahrt im Mittelmeer und Atlantik.

Aus der Türkei wurde am zweiten Weihnachtstag außerdem die Bosporus-Passage des Landungsschiffes „Aleksandr Otrakovsky“ gemeldet. Das Panzerlandungsschiff ist vermutlich auf dem Weg mit Nachschub für die russischen Truppen nach Tartus in Syrien.

Von Frank Behling / RND