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Bundestag ist nach Generalüberholung wieder online

Bundestag Bundestag ist nach Generalüberholung wieder online

Vor Monaten erschütterte ein schwerer Hackerangriff den Bundestag. Jetzt hat das Parlament Konsequenzen gezogen und sein Computersystem überholt. Verzweifelte Anrufe von Abgeordneten? Blieben beim Neustart vorerst aus.

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Nach der Generalüberholung sollen sich die Abgeordneten neue Passwörter für ihren E-Mail-Account ausdenken.

Quelle: Wolfgang Kumm/ Archiv

Berlin. Der Bundestag ist wieder online: Das Parlament hat sein Computersystem am Montag nach einer Generalüberholung neugestartet.

"Die Rechner werden nach und nach hochgefahren und bisher scheint das alles gut zu klappen", sagte eine Sprecherin des Bundestags. Das IT-System war nach einer großangelegten Cyberattacke, die Mitte Mai bekanntgeworden war, überarbeitet worden. Unbekannte hatten einen Trojaner in das System geschleust und Daten abgezweigt.

Die Hintergründe des Cyberangriffs sind bisher unklar. Ziel der Arbeiten sei gewesen, das Computersystem sicherer zu machen, sagte die Bundestagssprecherin. Die Abgeordneten konnten seit der Abschaltung am Donnerstagabend weder auf ihre Bundestags-E-Mails und Terminverwaltung noch auf das Intranet zugreifen.

Am Montag wurden die Rechner nun nach und nach wieder hochgefahren. Details, was geändert wurde, gibt der Bundestag aus Sicherheitsgründen nicht bekannt. Der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz forderte mehr Transparenz: "Das ist die letzten Monate nicht optimal gelaufen", kritisierte er. Die Abgeordneten müssten wissen, was gemacht worden sei, um die Sicherheit des Systems beurteilen zu können.

Die Parlamentarier mussten zum Neustart des Systems ihr Passwort ändern. Bundestagspräsident Norbert Lammert hatte vergangene Woche gesagt, jeder solle sich rechtzeitig über die Wiederanmeldung informieren. Er wolle verzweifelte Anrufe von Kollegen vermeiden, "sie hätten gehört, ab Montag wäre das System wieder verfügbar - sie kämen nur nicht rein", hatte Lammert erklärt.

Nach Angaben der Bundestagssprecherin blieben solche Anrufe am Montag zunächst aus. Es hätten sich offensichtlich alle gemerkt, dass zum Neustart auch ein neues Passwort erforderlich sei, sagte sie. Offiziell ist der Bundestag auch noch in der Sommerpause.

dpa

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