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Cameron will Eurotunnel besser sichern

Migration Cameron will Eurotunnel besser sichern

Großbritanniens Regierung will Migranten in Calais mit neuen Zäunen und anderen Sicherheitsmaßnahmen vom Eurotunnel fernhalten. Es würden Spürhunde, Absperrungen und weitere Hilfsmittel auf die französische Seite des Tunnels unter dem Ärmelkanal geschickt, sagte Premierminister David Cameron am Freitag nach einer Sitzung des britischen Sicherheitskabinetts.

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Kaum aufzuhalten: Die Flüchtlinge in Calais riskieren ihre Gesundheit und ihr Leben, um nach Großbritannien zu gelangen. Foto: Yoan Valat

London/Calais. s. "Das bleibt ein schwieriges Thema den ganzen Sommer über." Großbritannien wolle mit Frankreich Hand in Hand arbeiten.

In der Nacht zum Freitag hatten erneut Hunderte Migranten versucht, auf Züge und Laster zu klettern, um durch den Eurotunnel illegal nach Großbritannien zu gelangen. Am Vortag hatte Cameron angekündigt, mehr illegal Eingereiste abschieben zu wollen und die Einwanderungsgesetze zu verschärfen. Zudem will die Regierung rund zehn Millionen Euro zusätzlich bereitstellen. Die Hilfe für Frankreich auf der anderen Seite der Grenze sei der Anfang, sagte er am Freitag. Ein Team hochrangiger Regierungsmitarbeiter solle sich mit dem Thema befassen. Der Tunnelbetreiber Eurotunnel begrüßte am Freitag die Ankündigung.

Seit Anfang Juni sind zehn Migranten bei dem Versuch gestorben, nach Großbritannien zu gelangen. Am Freitag gab es keine neuen Berichte über Tote oder Verletzte. Frankreich hat 120 Polizisten zusätzlich nach Calais geschickt, neue Zäune werden bereits errichtet.

Auf beiden Seiten des Tunnels führt das Chaos zu langen Staus vor allem im Güterverkehr. Die britische Regierung will Grundstücke des Verteidigungsministeriums nutzen, um den Rückstau auf den Straßen aufzulösen.

Eine britische Speditionsfirma rief am Freitag dazu auf, zwei oder drei Tage lang keine Güter mehr durch den Eurotunnel zu transportieren, um für eine zügige Lösung zu protestieren. Migranten hätten Container aufgebrochen, die Supermärkte dann nicht mehr annähmen, sagte Firmenbesitzer Peter Harding dem BBC Radio 4. Auch deutsche Fahrer fürchten um ihre Sicherheit, weil Menschen versuchen, in die LKW zu klettern.

dpa

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