Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik China verhängt Todesurteile und Haftstrafen in Xinjiang
Nachrichten Politik China verhängt Todesurteile und Haftstrafen in Xinjiang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:23 05.06.2014
Ein Angehöriger der uigurischen Minderheit in China. Quelle: Diego Azubel/Archiv
Anzeige
Peking

n. Drei weitere erhielten Todesurteile auf Bewährung, was meist in lebenslange Haft umgewandelt wird. In 23 Verfahren wurden Urteile gegen insgesamt 81 Angeklagte gefällt, darunter auch lebenslange Gefängnisstrafen, wie das Staatsfernsehen CCTV am Donnerstag berichtete.

Die Urteile seien wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Mordes, Brandstiftung oder anderer Verbrechen verhängt worden, berichtete der China News Service. Wie ferner das offizielle Portal "Xinjiang Wangxun" berichtete, wurden im Rahmen der jüngsten Antiterror-Kampagne weitere 29 Menschen in der muslimisch geprägten Region festgenommen. Ihnen werde unter anderem Aufruf zum Separatismus und Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen.

Im Mai waren in der Regionshauptstadt Ürümqi bei dem seit Jahren blutigsten Anschlag in Xinjiang 43 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung hatte danach ein hartes Durchgreifen gegen Terroristen und Separatisten angekündigt. Wegen Spannungen zwischen muslimischen Uiguren und Han-Chinesen gilt Xinjiang seit Jahren als Konfliktherd. Im Sommer 2009 hatte es bei Zwischenfällen zwischen beiden Volksgruppen mehr als 200 Tote gegeben.

Die Spannungen haben sich in den vergangenen zwei Jahren weiter verschärft, nicht selten eskaliert die Gewalt. Seit Anfang 2013 sind rund 300 Menschen bei Zwischenfällen zwischen Uiguren und chinesischen Sicherheitskräften ums Leben gekommen, wie Menschenrechtsgruppen mitteilten. Das muslimische Turkvolk in Xinjiang fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell von den herrschenden Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten sich die Kommunisten das frühere Ostturkestan einverleibt.

dpa

Nach massiver Kritik will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seine Ökostrom-Reform an einer wichtigen Stelle nachbessern. Industriebetriebe, die sich künftig mit eigenen Kraftwerken selbst mit Strom versorgen wollen, sollen stärker belastet werden und mit Supermärkten, die Solarstrom zur Eigenversorgung beziehen, gleichgestellt werden.

05.06.2014

In 21 der 28 EU-Staaten gilt schon ein gesetzlicher Mindestlohn - nun hat der Bundestag auch in Deutschland eine solche Regelung auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten debattierten am Donnerstag erstmals das neue Tarifpaket-Gesetz, das einen allgemeinen Mindestlohn von 8,50 Euro vorsieht.

05.06.2014

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki gehört nun der Kongregation für den Klerus im Vatikan an. Papst Franziskus habe den Kardinal bereits am 29. April ernannt, teilte das Erzbistum Berlin am Donnerstag mit.

05.06.2014
Anzeige