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Dahme-Spreewald: Stephan Loge bleibt Landrat

Wahlerfolg für SPD-Politiker Dahme-Spreewald: Stephan Loge bleibt Landrat

Der alte Landrat ist auch der neue. Stephan Loge (SPD) ist am Sonntag für weitere acht Jahre im Amt des Landrats im Kreis Dahme-Spreewald bestätigt worden. Er holte mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen und ist damit einer der wenigen direkt gewählten Landräte in Brandenburg.

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Loge erhielt mit Abstand die meisten Stimmen.

Quelle: G.I.

Königs Wusterhausen. Ein Wahlgang hat gereicht: Der amtierende Landrat Stephan Loge (SPD) bleibt weitere acht Jahre im Amt und damit Verwaltungschef an der Spitze des Landkreises Dahme-Spreewald. Er hat bei der Landratswahl am Sonntag 52,6 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereint und zudem das Quorum erreicht, also die Stimmen von mehr als 15 Prozent aller Wahlberechtigten erhalten.

Loge hat die Wahl deutlich für sich entschieden. Das zweitbeste Ergebnis erreichte mit weitem Abstand AfD-Kandidat Jens-Birger Lange , der 22,9 Prozent der Stimmen erhielt. Loges bisheriger Stellvertreter, Sozialdezernent Carsten Saß (CDU), erreichte 17,9 Prozent, Birgit Uhlworm kam auf 6,7 Prozent.

Bereits kurz nach Schließung der Wahllokale zeichnete sich ein klarer Sieg für Amtsinhaber Stephan Loge ab. Als von den 252 Wahlbezirken 86 ausgezählt waren, lag er bereits mit 52,6 Prozent deutlich vorn. Saß hatte zu diesem Zeitpunkt 18,2 Prozent der Stimmen erhalten, Lange 23,2 Prozent und Uhlworm 6,1 Prozent. Daran änderte sich im Laufe der Auszählung kaum noch etwas.

Nur vier Landräte wurden bisher direkt gewählt

Loge ist erst der vierte Landrat, der im Land Brandenburg direkt gewählt wurde – und der zweite, der den Sieg im ersten Wahlgang erringen konnte. Zuvor war das nur Torsten Uhde (SPD) in der Prignitz gelungen. Gernot Schmidt (CDU) in Märkisch Oderland und Siegurd Heinze (parteilos) in Oberspreewald-Lausitz setzten sich jeweils in der Stichwahl durch. Alle anderen Direktwahlen scheiterten bisher stets am Quorum und damit an der geringen Wahlbeteiligung. Deshalb musste jeweils der Kreistag entscheiden.

Gähnende Leere in den Wahllokalen

In Dahme-Spreewald gaben am Sonntag 36,8 Prozent der insgesamt knapp 140.000 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Zwischenzeitlich sah es jedoch nach einer deutlich geringeren Wahlbeteiligung und damit möglicherweise nach einer Stichwahl aus. Am Vormittag herrschte in zahlreichen Wahllokalen des Dahmelandes gähnende Leere. In Waltersdorf etwa dauerte es knapp eine Stunde, bis überhaupt die ersten Wähler an die Wahlurne traten. Gegen 10 Uhr hatten erst zwölf der in diesem Bezirk 1071 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, unter ihnen Bernhard Frankmöller. „Ich sehe es als eine Bürgerpflicht, wählen zu gehen und die möchte ich natürlich nutzen“, sagte er.

Ersten Wähler machten bereits kurz nach 8 Uhr ihr Kreuz

Im Königs Wusterhausener Ortsteil Niederlehme kamen schon kurz nach 8 Uhr die ersten Wähler ins Wahllokal in der Fontane-Grundschule und auch am Vormittag hatten die Wahlhelfer gut zu tun. Um 12 Uhr hatten in dem Wahlbezirk immerhin bereits rund zehn Prozent der 1099 Stimmberechtigten ihr Kreuz gemacht. Mathias Pagenkopf und Sophie Tassler kamen gegen Mittag ins Wahllokal, um ihre Stimmen abzugeben. „Ich sehe es als meine Pflicht an, wenn ich schon darf, dann auch wählen zu gehen. Wer nicht wählen geht, der darf sich auch hinterher nicht beschweren“, sagte Sophie Tassler.

Von Stephanie Philipp

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