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Darum muss Woidke jetzt aufklären

Umgang mit Dienstwagen Darum muss Woidke jetzt aufklären

In der Dienstwagen-Affäre um den zurückgetretenen Justizminister Helmuth Markov (Linke) ging es um 435 Euro. Die aktuelle Affäre um Feuerwehr-Autos könnte nicht nur den Steuerzahler teuer zu stehen kommen, auch die Verantwortlichen müssten es vielleicht teuer bezahlen. Die Staatskanzlei muss jetzt Antworten auf viele Fragen finden. Ein Kommentar.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Den ehemaligen Brandenburger Justizminister Helmuth Markov (Linke) kostete eine private Dienstwagenfahrt im Wert von 435,30 Euro sein Amt. Die aktuelle Affäre um die Feuerwehr-SUVs dürfte teurer werden – für den Steuerzahler allemal, vielleicht aber auch für die politischen Verantwortlichen. Es geht nicht allein um die Vorwürfe möglicher Privatfahrten, sondern um das System. Vieles deutet auf über Jahre gewachsene Strukturen hin, die sich verselbstständigt haben, was zu Günstlingswirtschaft und Ämterverquickung führte.

MAZ-Autor Bastian Pauly

MAZ-Autor Bastian Pauly

Quelle: MAZ

Nehmen wir die Personalie Carsten Pranz. Der Mann steht kaum in der Öffentlichkeit, muss aber als Büroleiter das uneingeschränkte Vertrauen von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) genießen. Beide kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im Innenministerium. Woidke war dort von 2010 bis 2013 Minister, Pranz Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz – und zugleich Vize-Landesbranddirektor im Ehrenamt. Offenbar auf Woidkes Veranlassung erhielt Pranz den Audi Q5, ohne Absprache mit dem zuständigen Finanzministerium.

War der Oberklasse-SUV, der allein in der Basisvariante um die 40.000 Euro kostet, eine Gefälligkeit des Ministers für seinen Vertrauten, der später zum Büroleiter aufstieg? Wurde das Feuerwehrauto für private Fahrten genutzt? Diese Fragen stehen im Raum. Jetzt muss die Staatskanzlei überzeugende Antworten liefern.

Von Bastian Pauly

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