Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Der Kreml will von einer Verschwörung nichts wissen
Nachrichten Politik Der Kreml will von einer Verschwörung nichts wissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:21 21.02.2018
Die 37-seitige Anklageschrift verweist auf E-Mails und Kontakte zwischen den Verdächtigen, enthält aber keine konkreten Beweise gegen die 13 Russen und drei russischen Unternehmen. Quelle: dpa
Anzeige
Moskau/München

Moskau sieht keinerlei Grundlage für die US-Anklage gegen 13 Russen wegen Beeinflussung der Präsidentschaftswahl 2016. „Die Geschichte stammt geradewegs aus einer Krimikomödie aus Hollywood, wahrscheinlich mit dem Titel „13 Freunde Putins“, sagte Leonid Sluzki, der Vorsitzende im außenpolitischen Ausschuss der Staatsduma, am Samstag.

Ein Spitzenberater von Präsident Wladimir Putin, Andrej Kruzkich, nannte die Anklage eine Ansammlung von Kindergeschichten und Außenminister Sergej Lawrow erklärte, er werte sie nur als Gewäsch, die US-Behörden hätten keine Beweise vorgelegt.

Mueller sieh den Straftatbestand der Verschwörung und des Betruges

Sonderermittler Robert Mueller hatte 13 russischen Bürgern und drei Unternehmen Konspiration, Betrug unter Einsatz von Kommunikationsmitteln, Bankbetrug und schwere Fälle von Identitätsdiebstahl vorgeworfen. Konkret beschuldigt er einen engen Vertrauten Putins, Jewgeni Prigoschin, Geld an eine sogenannte Troll-Fabrik geschleust zu haben, die dann ihre Mitarbeiter unter falschen Identitäten Missinformationen über soziale Medien verbreiten ließ. Ziel war es nach Einschätzung Muellers, entweder die Wähler zu beeinflussen oder ihr Vertrauen in das US-Wahlsystem zu untergraben.

Der Sonderermittler untersucht auch, ob das Wahlkampfteam des heutigen Präsidenten Donald Trump mit diesen Internet-Trollen zusammengearbeitet hat, um seinen Sieg gegen die Demokratin Hillary Clinton zu sichern.

Der US-Präsident weist die Anschuldigungen zurück

Trump betonte auf Twitter einmal mehr, dass sich seine Mannschaft nichts zu Schulden kommen habe lassen. Die russische Gruppe sei schon 2014 gegründet worden, lange bevor er überhaupt entschieden habe, für das Präsidentenamt zu kandidieren. Darüber würden die ihm gegenüber kritisch eingestellten Medien aber nicht berichten, schrieb Trump am Samstag.

Er betonte zudem, dass der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein bei der Bekanntgabe der Anklage explizit gesagt habe, dass laut der Anklageschrift kein Amerikaner bewusst an dem Verbrechen beteiligt gewesen sei.

McMaster spricht von unwiderlegbaren Beweisen

Trumps Nationaler Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster erklärte, durch die Anklageerhebung sei die russische Einmischung in die US-Wahlen erwiesen. Die Beweise seien unwiderlegbar, sagte McMaster am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Lawrow sagte auf der gleichen Veranstaltung hingegen, ihm fehlten noch konkrete Beweise. „Bis wir die Fakten sehen, ist alles andere nur Gewäsch. Entschuldigen Sie den Ausdruck.“

Von AP/RND

Die SPD-Granden haben nicht viel Zeit: Bis zum 2. März müssen sie die Genossen vom Koalitionsvertrag überzeugen. Also machten sich Nahles und ihre Vize am Samstag in Hamburg und Hannover auf, die Mitglieder zu überzeugen. Doch manche bleiben skeptisch.

21.02.2018

Seit dem 20. Januar kämpft das türkische Militär im Zuge der Operation „Olivenzweig“ im Norden Syriens gegen kurdische YPG-Miliz. Am Freitag wurden mehrere Menschen mit Atemwegsbeschwerden in ein Krankenhaus eingeliefert. Menschenrechtsbeobachter in Syrien werfen der Türkei den Einsatz von Giftgas vor.

21.02.2018

Im Schatten der Freilassung Deniz Yücels: Sechs türkische Journalisten werden in Istanbul zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Zufall?

21.02.2018
Anzeige