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Deutschland und Israel wollen gegen Terror zusammenstehen

Bundespräsident Deutschland und Israel wollen gegen Terror zusammenstehen

Bundespräsident Gauck ist zum zweiten Mal in seiner Amtszeit in Israel. Der islamistische Terror bestimmt auch in Jerusalem viele Gespräche. Und schweißt zusammen, auch wenn Differenzen bleiben.

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In Jerusalem wird Gauck wird durch den Präsidenten der Hebräischen Universität, Menahem Ben-Sasson (l), die Ehrendoktorwürde verliehen.

Quelle: Rainer Jensen

Tel Aviv. Bundespräsident Joachim Gauck hat nach den islamistischen Terroranschlägen von Paris Verständnis für das starke Sicherheitsbedürfnis Israels geäußert.

"Jetzt, wo der Terror näher an Westeuropa heranrückt, kann ich besser, intensiver jene Bedrohung erfassen, in der die Menschen in Israel seit Jahrzehnten leben", sagte das deutsche Staatsoberhaupt in Israel. Dort wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität verliehen.

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Bundespräsident Gauck trifft Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der islamistische Terror von Paris spielt auch eine Rolle beim Israel-Besuch des Bundespräsidenten.

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Bei einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin versprach Gauck Israel angesichts von Terror und Gewalt unverbrüchliche Freundschaft. "Wir Deutschen bleiben an Ihrer Seite", sagte er.

Rivlin sagte vor dem Hintergrund der Millionen von den Nazis im Holocaust getöteten Juden, Israel und Deutschland seien "für immer in Schmerz und in der Hoffnung miteinander verknüpft". Mit Blick auf die Attacken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) betonte er, Terror und Gewalt seien wieder in Europa und weiten Teilen des Nahen Ostens gegenwärtig. "Wir müssen beweisen, dass wir diese Herausforderungen annehmen können. Ich bin sicher, dass es uns gelingen wird."

Gauck forderte Israelis und Palästinenser zu einem neuen Anlauf für einen Nahostfrieden auf, auch wenn "große Friedensschritte nicht in Sicht" seien. "Ich wünschte, Juden und Palästinenser könnten die endlose Spirale der Gewalt endlich durchbrechen und friedlich und selbstbestimmt zu einem Miteinander finden."

Der Bundespräsident sagte auch vor dem Hintergrund zahlreicher Messerattacken von Palästinensern auf Israelis, es sei beklemmend, wie "Gewalt und Terror auch in Ihrem Land wieder Angst und Misstrauen wach werden lassen". Als ein Auslöser der Gewaltwelle gilt ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist.

Gauck sagte, Premier Benjamin Netanjahu habe versichert, ihm liege die Verbesserung der Lebensbedingungen der Palästinenser etwa im Gazastreifen am Herzen. Mit einer Verbesserung der Verhältnisse dort könne "ein deeskalierendes Element und hoffentlich eine neue Basis von Verhandlungs- und Gesprächsbereitschaft entstehen", sagte der Bundespräsident.

Gauck war zum zweiten Mal in seiner Zeit als Staatsoberhaupt in Israel, diesmal zum Abschluss des Jubiläumsjahres zur Feier der diplomatischen Beziehungen, die vor 50 Jahren aufgenommen worden waren.

Am Abend wollte Gauck in die jordanische Hauptstadt Amman weiterreisen. Dort dürfte bei Gesprächen mit König Abdullah II. am Montag die internationale Reaktion auf den Krieg in Syrien und die Flüchtlingskrise die zentrale Rolle spielen.

dpa

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