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Politik Diskussion über Zukunft der Arbeit 4.0
Nachrichten Politik Diskussion über Zukunft der Arbeit 4.0
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19:35 13.04.2016
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Quelle: dpa
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Potsdam

Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Dieser Frage widmet sich von Donnerstag bis zum 20. April das vom Bundesarbeitsministerium veranstaltete und von der MAZ präsentierte Filmfestival Futurale im „Thalia“. Zum Auftakt kommt Bundesministerin Andrea Nahles (SPD) zu einer Diskussionsrunde in das Babelsberger Traditionskino. Die MAZ sprach mit der 45-jährigen Politikerin.

Warum sollten sich Potsdamer nach der Arbeit im Kino Filme über Arbeit anschauen?

Andrea Nahles: Weil es um ihre Zukunft geht. In 25 deutschen Städten zeigen wir sieben Filme, die sich mit der Zukunft der Arbeit befassen. Die Filme eröffnen einen neuen Blick auf das Thema. Sie beleuchten Trends und unterschiedliche Aspekte der Arbeit 4.0 - vom perfekten Arbeitsplatz, dem Aufstreben neuer Start-ups bis zur Pflege durch Roboter. Im Anschluss an die Film diskutieren wir mit dem Publikum und regionalen Expertinnen und Experten Themen, die jeden betreffen: Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Welche Spielregeln braucht es? Ich lade alle aus Potsdam und Umgebung ein, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Warum liegt Ihnen das Thema Arbeiten 4.0 so am Herzen?

Nahles: Arbeiten 4.0 bezeichnet die aktuelle Revolution in der Arbeitswelt. Wir werden vernetzter, digitaler und flexibler arbeiten. Dabei geht es nicht nur um den Wandel durch Technik. Auch die Bedürfnisse vieler Menschen an die Arbeit haben sich verändert. Viele wollen keine starren Präsenzzeiten mehr oder sie wollen ihrer Arbeit nach einer gewissen Auszeit wieder mehr Platz einräumen, stecken aber vielleicht in Teilzeit fest. Gleichzeitig fordern viele Unternehmen von ihren Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität ein. Das sind Fragen, die nicht konfliktfrei sind. Alles in allem kommt es deshalb auf einen fairen Deal an! Konkret geht es mir zum Beispiel darum, mehr selbstbestimmte Zeit für Arbeitnehmer auf der einen Seite mit den Anforderungen der Unternehmen auf der anderen Seite zu verhandeln.

Worauf sind Sie beim Bürgerdialog am meisten gespannt?

Nahles: In den Diskussionen merkt man, welche Themen die Menschen am meisten beschäftigen. Das unterscheidet sich übrigens regional stark und ich bin gespannt, welche Ideen und Beiträge die Potsdamer zur Zukunft der Arbeit haben.

Welche Fragen wünschen Sie sich beim Bürgerdialog von den Potsdamern am meisten?

Ich bin nicht nur an den Fragen, sondern vor allem an den Antworten und Ideen der Bürgerinnen und Bürger interessiert. Denn die Ergebnisse des Dialogs fließen ein in ein Weißbuch Arbeiten 4.0, das ich Ende des Jahres vorlegen werde. Das Weißbuch wird politische Antworten und Lösungsoptionen aus dem Dialog zusammenfassen.

Von Ricarda Nowak

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