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Donald Trump stichelt gegen den Oscar

Reaktion auf Oscar-Panne Donald Trump stichelt gegen den Oscar

Nach der jetzt schon legendären Oscar-Panne hat sich Donald Trump zu Wort gemeldet – mit offener Schadenfreude. Der bei der Verleihung wiederholt kritisierte US-Präsident überrascht mit einer bemerkenswerten Erklärung, warum es seiner Meinung nach zur Panne kam.

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US-Präsident Donald Trump

Quelle: AP

Los Angeles/Washington. Zu viel Politik hat nach Meinung von US-Präsident Donald Trump zu der peinlichen Panne bei der Oscar-Show geführt.

„Ich denke, sie waren so stark auf die Politik fokussiert, dass sie am Ende nicht mehr die Kurve gekriegt haben. Es war ein bisschen traurig“, sagte Trump am Montag dem rechten US-Portal Breitbart News.

„Etwas ganz Besonderes hat gefehlt“

Die Verkündung des falschen Siegers in der Kategorie für den besten Film am Ende der Verleihung habe den Glanz der Oscars geschmälert, fügte Trump hinzu. Er sei selbst mal bei der Verleihung des wichtigsten Filmpreises dabei gewesen. Die Gala am Sonntag habe sich aber nicht glamourös angefühlt: „Etwas ganz Besonderes hat gefehlt, und dann so zu enden, war traurig.“

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Die Oscars sind mit einer Riesenpanne zu Ende gegangen. Beim letzten und wichtigsten Preis wurde der falsche Film ausgerufen. Wie konnte das passieren? Die letzten Minuten der Show in unserer Bildergalerie.

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Die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway hatten einen falschen Umschlag bekommen und deshalb fälschlicherweise zunächst das Musical „La La Land“ als Gewinner verkündet. Wenig später wurde korrigiert: Der wichtigste Oscar ging an das Drama „Moonlight“.

Anders als erwartet war bei der 89. Oscar-Verleihung heftige und explizite Kritik an Trump und dessen Politik ausgeblieben. Der vielleicht politischste Moment war die Verleihung des Auslands-Oscars an den Film „The Salesman“ des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi, der aus Protest gegen Trumps Einreisestopp nicht nach Hollywood gekommen war.

Oscar-Academy entschuldigt sich

„Wer die Welt in Kategorien von "Wir" und "unsere Feinde" einteilt, schafft Angst“, hieß es in einer Erklärung, die Farhadi verlesen ließ.

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Mit kleinen Anstecknadeln mit der Aufschrift „ACLU“ nutzen einige Hollywoodstars den roten Teppich für ein politisches Statement: Die Bürgerrechtsbewegung „ACLU“ setzt sich unter anderem für Meinungsfreiheit, die Gleichberechtigung von Homosexuellen und gegen die Todesstrafe ein.

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Die Oscar-Academy hat sich derweil offiziell für die Panne entschuldigt. „Wir bedauern zutiefst die Fehler, die während der Oscar-Verleihung in der Kategorie Bester Film gestern Abend gemacht wurden“, teilte die Academy in einer Stellungnahme am Montagabend (Ortszeit) mit.

„Wir bitten die gesamten Besetzungen und Crews von „La La Land“ und „Moonlight“ um Verzeihung.“ Die Entschuldigung gelte auch den Schauspielern Warren Beatty und Faye Dunaway, die den falschen Preisträger verkündet hatten, den Filmemachern und den TV-Zuschauern weltweit.

Konsequenzen noch offen

Das Wirtschaftsprüfunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC), das die Abstimmung über die Preise überwacht, übernahm die komplette Verantwortung für die Panne und sprach von menschlichem Versagen.

Die Academy vertraue PwC seit 83 Jahren die Auszählung der Wahl und die Übermittlung der Ergebnisse an, heißt es in der Stellungnahme der Academy. Man habe die Vorfälle untersucht und werde nun über angemessene Konsequenzen beraten. Die Integrität der Oscars müsse erhalten bleiben.

Von dpa/RND/zys

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