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Eine letzte Ehre für einen großen Mann

Verstorbener Altkanzler Helmut Schmidt Eine letzte Ehre für einen großen Mann

Die Trauer und die Betroffenheit sind einen Tag nach dem Tod des Altkanzlers Helmut Schmidt (96) groß. In Berlin liegen bis zum kommenden Mittwoch Kondolenzbücher aus. Bundespräsident Gauck hat einen Staatsakt zu Ehren Schmidts angeordnet. Die deutsche Presse hat sichmit zahlreichen Titelbildern und Überschriften vor Schmidt und seinem Wirken als Politiker verneigt.

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In Hamburg ist am Mittwoch ein Kondolenzbuch für Helmut Schmidt ausgelegt worden. Auch in Berlin wird eines ausgelegt.

Quelle: dpa

Berlin. Das Bundeskabinett hat seine Sitzung am Mittwoch in Berlin mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt begonnen. Für die Bevölkerung liegt noch bis zum kommenden Mittwoch ein Kondolenzbuch im Bundeskanzleramt aus, in das sich die Bürger eintragen können, teilte eine Regierungssprecherin am Mittwoch in Berlin mit.

Ein Bestattungsfahrzeug holte am Mittwoch den Körper des verstorbenen Altkanzlers aus seinem Haus in Hamburg-Langenhorn ab

Ein Bestattungsfahrzeug holte am Mittwoch den Körper des verstorbenen Altkanzlers aus seinem Haus in Hamburg-Langenhorn ab.

Quelle: dpa

Staatsakt für den verstorbenen Altkanzler

Bundespräsident Joachim Gauck hatte sich nach Angaben des Präsidialamts am Morgen in das Buch eingetragen. Gauck hat zum Gedenken an den verstorbenen Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt einen Staatsakt angeordnet. Der Termin ist noch offen. Der Sozialdemokrat war am Dienstag im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg gestorben. Er war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler.

Vor dem Haus von Helmut Schmidt haben viele Menschen Briefe, Blumen und ganz persönliche letzte Grüße abgelegt

Vor dem Haus von Helmut Schmidt haben viele Menschen Briefe, Blumen und ganz persönliche letzte Grüße abgelegt.

Quelle: dpa

Die deutsche Presse erweist Schmidt eine letzte Ehre

Die deutschen Tageszeitungen haben dem gestorbenen Altkanzler Helmut Schmidt mit seitenfüllenden Titeln, Sonderseiten und Sonderausgaben am Mittwoch die letzte Ehre erwiesen. Der Politiker dominierte in teilweise schwarz-weiß gehaltenen Porträts durchweg die Aufmacher.

Der „ Tagesspiegel “ textete „Er war ein großer Deutscher“. Liebevoll-respektlos verabschiedete sich die „ taz “: Sie zeigte einen Stand-Aschenbecher, in dem der „eigensinnige Überall-Raucher“ (Bild-Unterschrift) eine Menthol-Zigarette ausdrückt, und titelte: „Friede seiner Asche“. Die Berliner „ B.Z. “ schrieb zum seitenfüllenden Foto: „Rauche in Frieden, alter Kanzler“. Der SPD-Politiker war am Dienstag mit 96 Jahren in Hamburg gestorben.

So hat MAZonline berichtet:

– Helmut Schmidt, der Unbeugsame

– Wie die SED ein Volk für Schmidt austauschte

So würdigen Politiker Helmut Schmidt

Ein Nachruf: Helmut Schmidt, der Welterklärer

„Die Zeit“ veröffentlicht eine 32 Seiten starke Sonderausgabe

Vor allem die Hamburger Zeitungen stellten umfangreiches Material in Wort und Bild über den Ehrenbürger der Stadt zusammen. Die Wochenzeitung „ Die Zeit “ ehrte ihren Herausgeber, der „32 Jahre lang über die Geschicke des Blattes“ wachte, in einer 28 Seiten umfassenden Extra-Ausgabe. „Wie geht das - ohne ihn?“, fragte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.

Schmidts Berufung zum Herausgeber habe sich als „Glücksfall für die „Zeit“ erwiesen, schreibt der Verleger des Blattes, Dieter von Holtzbrinck. „In den drei Jahrzehnten seines Wirkens trug er dabei mehr zu Ansehen und Auflage des Blattes bei, als es gutem Marketing möglich ist.“ Die 2,50 Euro der Extra-Ausgabe kommen der Helmut-und-Loki-Schmidt-Stiftung zugute.

Die Zeitungen widmeten Helmut Schmidt zahlreiche Titel- und Extraseiten

Die Zeitungen widmeten Helmut Schmidt zahlreiche Titel- und Extraseiten. „Die Zeit“, Helmut Schmidt war jahrelang ihr Herausgeber, brachte eine Sonderausgabe heraus.

Quelle: dpa

Zeitungen widmen Schmidt zahlreiche Titel- und Extraseiten

Neben „Zeit“-Korrespondenten und Redakteuren erinnerten auch Weggefährten an den Altkanzler, darunter der frühere US-Außenminister Henry Kissinger. „Es gab keinen anderen Staatsmann, dem ich mehr vertraute als Helmut - und wenige, in die ich so viel Vertrauen setzte wie in ihn“, schrieb Kissinger.

Auf der Titelseite des „ Hamburger Abendblattes “ hatte außer Helmut Schmidt nichts anderes mehr Platz. Ein ganzseitiges Foto zeigte ihn, Zigarette rauchend, milde lächelnd. Es folgten 24 Seiten über den „Jahrhundert-Mann“. Allein acht Seiten zeigten zunächst das Leben des Politikers in Bildern und dann sein Wirken in nachgedruckten früheren Titelseiten des Blattes. Die übrigen Hamburger Ereignisse vom Dienstag im Lokalen, in Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport wurden auf acht Seiten reduziert.

Ein Hanseat par excellence ist von uns gegangen

Auch das Boulevardblatt „ Hamburger Morgenpost “ widmete dem „Jahrhundert-Hamburger“ seine Titelseite („Jetzt erklärt er Gott die Welt“) und einen 28 Seiten starken Sonderteil. Die „ Bild “-Zeitung titelte mit Schmidt und Franz-Beckenbauer, war auf den Folgeseiten aber ganz bei dem „großen Deutschen“ Helmut Schmidt. Der Hamburg-Teil des Blattes widmete sich dafür dem übrigen lokalen Geschehen. Die Tageszeitung „ Die Welt “ befasste sich in ihrem Hamburg-Teil mit dem Hanseaten „par excellence“ und ging im überregionalen Politik-Teil maßgeblich auf den „Patriarchen der Nation“ ein.

Von MAZonline

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