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Elf Tote durch Autobomben und Sprengfalle in der Türkei

Terrorismus Elf Tote durch Autobomben und Sprengfalle in der Türkei

Während sich die Türkei nach dem Umsturzversuch ganz auf die Verfolgung der Putschisten, ihrer Unterstützer und vermeintlichen Sympathisanten konzentriert, explodieren im Osten des Landes Autobomben. Die Behörden sehen die PKK hinter den Attacken.

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Nach einem Autobombenanschlag in der Provinzhauptstadt Elazig versuchen Helfer den Verletzten zu helfen.

Quelle: Str

Istanbul. Bei drei Bombenanschlägen gegen Polizei und Armee in der Türkei sind fünf Soldaten, vier Polizisten und zwei Zivilisten getötet worden.

Mehr als 200 weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt, als Autobomben vor dem Polizeipräsidium der Provinzhauptstadt Elazig und in der Nähe einer Polizeiwache in der osttürkischen Provinz Van explodierten.

Ministerpräsident Binali Yildirim, der am Nachmittag Elazig besuchte, machte die verbotene kurdischen Arbeiterpartei PKK für die Anschläge verantwortlich. "Daran gibt es keinerlei Zweifel", sagte er und kündigte eine entschlossene Fortführung des Kampfes gegen die PKK an.

In Elazig starben bei der gewaltigen Explosion einer Autobombe mindestens drei Polizisten; 145 weitere Menschen wurden verletzt, darunter 85 Polizisten. Etliche andere konnten nach Behandlung leichter Verletzungen das Krankenhaus wieder verlassen.

Das mit Sprengstoff beladene Fahrzeug war auf einem Parkplatz vor dem vierstöckigen Gebäude der Polizeidirektion in Elazig detoniert und hatte schwere Verwüstungen angerichtet. Fernsehbilder zeigten eine grauschwarze Rauchsäule über der Stadt.

Bereits in der Nacht zum Donnerstag war eine ferngezündete Autobombe vor einer Polizeibehörde in der Provinz Van in der Nähe der Grenze zum Iran explodiert. Bei diesem Anschlag wurden ein Polizist und zwei Zivilisten getötet, etwa 75 weitere Menschen wurden verletzt, darunter 20 Polizisten. Auch für diesen Anschlag machten die Behörden die PKK verantwortlich. Diese äußerte sich zunächst nicht dazu.

Beim Angriff auf einen Militärkonvoi in der Provinz Bitlis wurden auf der Stelle drei Soldaten getötet, zwei weitere erlagen später ihren Verletzungen. Das Armeefahrzeug war in eine Sprengfalle geraten.

In der Südosttürkei verübt die PKK immer wieder Anschläge vor allem auf Sicherheitskräfte. Ein mehr als zwei Jahre andauernder Waffenstillstand war im Sommer vergangenen Jahres gescheitert. Seither ging die türkische Armee massiv gegen Kämpfer der PKK vor, die sich in Städten verschanzt hatten. Die PKK gilt in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation.

Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik gab sich nach den Anschlägen zuversichtlich, dass die Türkei die PKK bezwingen werde. Die Türkei sei nach der Niederschlagung des Putsches Mitte Juli stärker geworden, sagte er in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.

dpa

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