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Eltern aufgepasst: Kita-Streiks ab Montag

Öffentlicher Dienst im Arbeitskampf Eltern aufgepasst: Kita-Streiks ab Montag

Die Kita-Streiks vom vergangenen Jahr sind vielen Brandenburger Eltern noch in böser Erinnerung. Von Frühjahr bis in den Sommer hinein wurden viele Einrichtungen immer wieder geschlossen. Am Ende erhielten die Erzieher mehr Geld. Jetzt kündigen die Gewerkschaften neu Warnstreiks ab nächstem Montag an.

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Die Zeichen stehen auf Streik.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Brandenburger müssen sich ab kommenden Montag auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst einstellen. „Wir haben entsprechende Aktionen in Vorbereitung“, erklärte die Tarifexpertin der Gewerkschaft Verdi, Astrid Westhoff, am Mittwoch. Betroffen sind bis zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen am 28. und 29. April unter anderem voraussichtlich wieder Kitas, Stadtverwaltungen oder auch Sparkassen.

Die Gewerkschaften verlangen für die bundesweit rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Geld für ein Jahr. Zwischen Elbe und Oder sind 60 000 Menschen in diesem Bereich beschäftigt. Bei der jüngsten Tarifrunde, die am Montag und Dienstag in Potsdam stattfand, boten die Arbeitgeber drei Prozent mehr Lohn für zwei Jahre. Das Angebot hatten die Gewerkschaften zurückgewiesen.

Unter anderem in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten vorige Woche bereits die Beschäftigten in Kitas und Behörden die Arbeit niedergelegt.

Verhärtete Fronten zwischen den Streitparteien

Klaus-Dieter Klapproth, Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbands Brandenburg, hatte die drohenden Warnstreiks im Kita-Bereich gegenüber der MAZ als fast schon „kinderfeindlichen Akt“ scharf kritisiert. Schließlich seien die Kitas bereits im vergangenen Jahr heftig bestreikt worden, und am Ende hätten die Beschäftigten ein gutes Ergebnis erzielt. Damals waren von Frühjahr bis in den Sommer hinein viele kommunale Kitas immer wieder geschlossen worden. Erst im September einigten sich die Konfliktparteien auf ein Lohnplus von 3,73 Prozent. Brandenburgs Kommunen bezifferten die Kosten auf 315 Millionen Euro.

Da nun vorgelegte Angebot – drei Prozent mehr Lohn für zwei Jahre – schlägt laut Arbeitgeberseite mit Kosten in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für die öffentliche Hand zu Buche. Die Gewerkschaften betonen, es gehe nicht nur um eine bessere Bezahlung. Sie wollen auch Kürzungen bei der betrieblichen Altersvorsorge verhindern.

Von MAZOnline

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