Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Erdogan: „Meine Geduld hat Grenzen“
Nachrichten Politik Erdogan: „Meine Geduld hat Grenzen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:16 14.09.2018
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommt im Rahmen seines anstehenden Staatsbesuchs in Deutschland auch nach Köln. Quelle: Oliver Berg/dpa
Köln

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Zentralbank für ihre Erhöhung des Leitzins scharf kritisiert: „Wir werden die Folgen dieser Unabhängigkeit sehen“, sagte Erdogan vor Angehörigen der Regierungspartei. Seine „Geduld“ mit der Bank habe ihre Grenzen, fügte er hinzu.

Am Donnerstag hatte die türkische Zentralbank wegen der Währungskrise beschlossen, den Zinssatz für einwöchige Repo-Geschäfte von 17,75 auf 24 Prozent zu erhöhen. Mit der Leitzinserhöhung stellte sie sich gegen Erdogan, der eine Zinssenkung gefordert hatte.

Erdogan wiederholte seine Vermutung, dass die Wirtschaftskrise der Türkei Teil einer ausländischen Verschwörung gegen das Land sei, weil sich Ankara Forderungen aus Washington nicht beuge. Die USA fordern von der Türkei die Auslieferung des inhaftierten US-Pastors Andrew Brunson.

Neuer Halt bei Staatsbesuch in Deutschland

türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommt im Rahmen seines anstehenden Staatsbesuchs in Deutschland auch nach Köln. Sein Besuch in der Domstadt werde am 29. September stattfinden, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zum Programm des Präsidenten in Köln könne man noch nichts sagen. Möglich ist, dass Erdogan die neue Zentralmoschee der Türkisch-Islamische Union Ditib besucht oder sie offiziell eröffnet. Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob sagte, er werde alles tun, um die Sicherheit des Staatsgastes und der Menschen zu gewährleisten.

Erdogan kommt am 28. und 29. September nach Deutschland. Früheren türkischen Angaben zufolge will er sich gleich zweimal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen: zu einem Arbeitsessen am 28. und zu einem weiteren Gespräch am 29. September. Zudem sind ein Staatsbankett und ein Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplant.

Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass der türkische Staatschef daneben aber auch Deutschtürken zum Gespräch treffen wolle. Auftritte Erdogans in Deutschland hatten in der Vergangenheit heftige Proteste hervorgerufen.

Von RND/dpa/tap

Der Konflikt um die umstrittene Räumung des Hambacher Waldes erreicht auch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens. Die Opposition steht nun vor Kritik und Verständnis für ihr Handeln.

14.09.2018

Bundesinnenminister Horst Seehofer rechnet mit der AfD ab. Er sieht die Partei als Gegner des deutschen Staates. Ihr Verhalten im Bundestag sei „staatszersetzend“. AfD-Chef Gauland kontert, indem er Seehofer „DDR-Rhetorik“ vorwirft.

14.09.2018

Vor einem Monat wurde der Hamburger Ilhami A. in der Türkei festgenommen, nun folgte der Prozess. Ein Gericht des Landes verurteilte den Deutschen wegen Terrorpropaganda zu einer Haftstrafe.

14.09.2018