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Erfolgreiches Jahr für den Pflegeberuf

Pflegereform Erfolgreiches Jahr für den Pflegeberuf

Mehr Leistungen für Pflegebedürftige und höhere Löhne für Pflegekräfte: Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zieht eine positive Bilanz der jüngsten Pflegereform, die im Januar 2017 in Kraft getreten war.

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Dank der Pflegereform stehen Bedürftigen mehr Leistungen zu, außerdem wurden mehr Betreuungskräfte eingestellt.
 

Quelle: epd

Berlin.  Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zieht eine positive Bilanz der jüngsten Pflegereform, die zu Jahresbeginn 2017 in Kraft getreten war. „Wir haben nicht nur die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Familien spürbar ausgeweitet, sondern mit der Stärkung von Tariflöhnen, Bürokratieabbau und mehr Betreuungs- und Pflegekräften auch wichtige Verbesserungen für unsere Pflegekräfte auf den Weg gebracht“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Er trete für eine bessere Bezahlung und weitere Verbesserungen bei der Personalausstattung ein: „Die Fachkräftesicherung und gute Arbeitsbedingungen für alle, die in der Pflege täglich Enormes leisten, werden ein zentrales Thema auch in dieser Wahlperiode sein.“

Zahl der Pflegebedürftigen angestiegen

Laut Bundesgesundheitsministerium ist die Zahl der als pflegebedürftig anerkannten Menschen, die Hilfen aus der Pflegeversicherung erhalten, seit Jahresbeginn um 400 000 auf 3,3 Millionen gestiegen. Davon erhalten den Angaben zufolge 200 000 Menschen erstmals Leistungen. Für die übrigen 200 000 habe es zuvor lediglich Leistungen der so genannten Pflegestufe 0 gegeben. Der Anteil derer, die auf Antrag Pflegeleistungen zugesprochen bekommen, ist in diesem Jahr auf rund 87 Prozent gestiegen. 2016 waren es noch 80 Prozent.

Staat fordert Gehaltserhöhungen für Pflegekräfte

Die Bundesregierung setzt sich für eine bessere Bezahlung des Pflegepersonals ein. In der Altenpflege gebe es eine erhebliche Lohnspreizung, heißt es in Kreisen des Gesundheitsministeriums. In Baden-Württemberg und Bayern verdiene eine Fachkraft nach neuesten Zahlen im Schnitt 2900 Euro im Monat, in Sachsen-Anhalt nicht einmal 2000 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern gerade einmal 2200 Euro. Deshalb seien Pflegekassen und Sozialhilfeträger verpflichtet worden, die Zahlung von Tariflöhnen in der Altenpflege als wirtschaftlich anzuerkennen und damit voll zu übernehmen. Jetzt seien die Pflegeeinrichtungen am Zug.

Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte verdoppelt

Im Zuge der Pflegereform habe man die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in Heimen gegenüber 2013 auf rund 60 000 mehr als verdoppelt. Damit würden jeder Einrichtung nun im Durchschnitt mehr als vier zusätzliche Betreuungskräfte zur Verfügung stehen, was wöchentlich 1,8 Millionen Arbeitsstunden für zusätzliche Betreuungsangebote entspreche, verlautete aus dem Bundesgesundheitsministerium

Von RND

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