Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Ermittler haben weitere IS-Akten zu deutschen Islamisten
Nachrichten Politik Ermittler haben weitere IS-Akten zu deutschen Islamisten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:38 17.07.2016
Prozess gegen den mutmaßlichen Islamisten Halil D. in Frankfurt am Main (Archivbild). Viele Extremisten sind derzeit auf freiem Fuß, weil ihnen eine Zugehörigkeit zum IS bislang nicht nachgewiesen werden kann. Quelle: Boris Roessler
Anzeige
Berlin

Deutsche Ermittler sind an weitere Personalunterlagen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gelangt, die neue Informationen über deutsche Islamisten enthalten.

Bereits im März war bekanntgeworden, dass die Sicherheitsbehörden Personalbögen haben, die vom IS angelegt werden, wenn ausländische Mitglieder in sein Herrschaftsgebiet einreisen. Jetzt geht es um IS-Akten, die bei deren Rückkehr erstellt werden. Diese liegen dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" und "Spiegel-TV" teilweise vor. Sie geben den Angaben zufolge Auskunft über rund 400 Dschihadisten, darunter etwa 20 Deutsche.

"Viele der Daten sind plausibel und entsprechen unseren Erkenntnissen", sagte der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, dem Magazin. Derzeit analysiert das BKA, inwiefern sich die Echtheit auch vor Gericht belegen lässt.

Denn einige der in den Papieren genannten Extremisten sind derzeit auf freiem Fuß, weil ihnen eine Zugehörigkeit zum IS bislang nicht nachgewiesen werden konnte, wie das Magazin schreibt. In mehreren Fällen sollen die deutschen Behörden vor dem Aktenfund nicht einmal sicher gewusst haben, dass die mutmaßlichen Dschihadisten in Syrien waren.

Bis Mitte Juni waren aus Deutschland 820 Islamisten Richtung Syrien und Irak ausgereist, wie Münch damals der Deutschen Presse-Agentur gesagt hatte. Ein Drittel ist inzwischen wieder in die Bundesrepublik zurückgekehrt.

Die Unterlagen enthalten dem Bericht zufolge den Namen, die Nationalität, die Funktion beim IS, den Ausreiseort und den Grund der Rückkehr wie etwa Krankheit oder Familienbesuch, aber auch Einträge wie "Geheime Mission". Sie sollen wie die bereits bekannten Einreiseakten vom Schwarzmarkt im syrisch-türkischen Grenzgebiet stammen.

dpa

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat in diesem Jahr bereits zahlreiche Fälle von Beleidigungen und Hetze auf Politiker registriert.

Bundesweit wurden bis Ende Juni 202 solche Straftaten gezählt, die "in Zusammenhang mit dem Thema Asyl" standen und sich gegen Politiker und andere Amts- und Mandatsträger richteten.

17.07.2016

Mehr als 200 Tote und 1000 Verletzte bei einem gescheiterten Putsch, danach tausende Festnahmen. Der türkische Präsident spricht von "Säuberung" - Obama und Merkel mahnen rechtsstaatlichen Umgang an.

16.07.2016

War der Attentäter von Nizza ein "Soldat" des Islamischen Staats? Das verbreitet zumindest eine Nachrichtenagentur, die der Terrormiliz nahesteht. Nach dem Anschlag trauern die Menschen nicht nur in der Hafenstadt.

16.07.2016
Anzeige