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Ex-Milizsoldat: Präsident Duterte ordnete Tötungen an

Kriminalität Ex-Milizsoldat: Präsident Duterte ordnete Tötungen an

Auf den Philippinen gibt es eine beispiellose Serie von Morden an Drogenhändlern und Konsumenten. Jetzt beschuldigt ein Ex-Milizsoldat den neuen Präsidenten Duterte, in dessen Zeit als Bürgermeister solche Tötungen befohlen zu haben.

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In überfüllten Zellen warten mutmaßliche Drogendealer und andere Verdächtige auf ihren Prozess. Foto: Mark R. Cristino

Manila. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte soll nach Aussagen eines Ex-Milizsoldaten früher Tötungen mutmaßlicher Drogenhändler angeordnet haben. Edgar Matobato, einst Mitglied einer Todesschwadron in Davao City, sagte vor einem Untersuchungsausschuss im philippinischen Senat aus.

Die Tötungen seien durchgeführt worden, als Duterte Bürgermeister der Stadt war. "Es war unser Job, Kriminelle wie Drogenhändler, Vergewaltiger und Kidnapper zu töten", sagte Matobato. Er sei von 1988 bis 2013 als Mitglied der sogenannten Davao-Todesschwadron an der Tötung von mehr als 50 Menschen beteiligt gewesen. Einige der Opfer seien zerstückelt und in einem Massengrab vergraben oder ins Meer geworfen worden.

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Der Kampf gegen Drogen auf den Philippinen wird mit äußerster Härte geführt. Foto: str

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Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sollen während der Regierungszeit von Duterte in Davao City Hunderte mutmaßliche Kriminelle getötet worden sein. Justizminister Vitalliano Aguierre kritisierte die Aussage Matobatos als "Lügen und Erfindungen".

Duterte weist Verbindungen zu Todesschwadronen zurück, warnte aber Kriminelle während seines Präsidentenwahlkampfes wiederholt, dass er sie töten werde. Seit seinem Amtsantritt im Juni verfolgt Duterte eine rigorose Anti-Drogen-Politik. Etwa 1400 verdächtige Drogenhändler- und Konsumenten wurden bei Polizeieinsätzen sei Anfang Juli getötet. In weiteren knapp 1500 ungeklärten Tötungsfällen ermittelt die Polizei.

dpa

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