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Nachrichten Politik FBI verhört Trumps früheren Stabschef
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18:32 14.10.2017
Reince Priebus war von Januar bis Ende Juli Stabschef im Weißen Haus. Quelle: imago/UPI Photo
Washington

Wie William Burck, Anwalt des hochkarätigen Politikers, bestätigt, wurde Reince Priebus am Freitag eingehend zu Kontakten des früheren Wahlkampfteams in kremlnahe Kreise befragt. Wie es in Washington heißt, habe sich der 45-Jährige über mehrere Wochen hinweg auf die Begegnung mit den FBI-Ermittlern vorbereitet.

Als Stabschef leitete Priebus von Januar bis Ende Juli eine entscheidende Schaltstelle im Weißen Haus. Erste Aufgabe des früheren Parteichefs der Republikanischen Partei war die Kontrolle des Informationsflusses an den Präsidenten.

Auch andere Trump-Vertraute machten falsche Angaben über ihre Russland-Kontakte

Zunächst hatte es geheißen, Priebus sei entlassen worden, da er die verschiedenen Machtzirkel in der Regierungszentrale nicht ausreichend unter Kontrolle gehabt hätte. Erst Wochen später sickerte durch, dass sich die heiklen Fragen des FBI’s auch immer lautstärker an ihn richteten.

Als gesichert gilt mittlerweile, dass die Liste der Trump-Vertrauten, die über ihre Russland-Kontakte falsche Angaben machten, immer länger wird. Da sind neben Justizminister Jeff Sessions und dem früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort vor allem Trumps gleichnamiger Sohn und sein Schwiegersohn Jared Kushner.

Das FBI untersucht russische Manipulationsversuche

Die Ermittlungen finden zurzeit auf mehreren Ebenen statt. Während mehrere Kongressausschüsse der Frage nachgehen, ob sich das Trump-Wahlkampfteam gezielt um Unterstützung durch kremlnahe Kreise bemühte, untersucht die Bundespolizei das Ausmaß der russischen Manipulationsversuche während der US-Wahlen im vergangenen Jahr.

Nach wie vor ist noch vieles ungeklärt. So warnt Adam B. Schiff, langjähriger Kongressabgeordneter aus Kalifornien, an diesem Wochenende seine Kollegen vor den Ausmaßen der Staatskrise. In einem Gastbeitrag der Washington Post erinnert Schiff an die unzähligen Versuche Russlands, über Technologiefirmen wie Facebook, Twitter und Google in die politischen Debatten in Amerika einzugreifen. Auch seien die Einbrüche in die Datenbanken der Demokratischen Partei und der Missbrauch der Materialien durch russische Hacker ausreichend dokumentiert. Umso bedrohlicher sei es, so Schiff, dass das Weiße Haus und externe Unterstützer des Präsidenten versuchen würden, die Untersuchungen durch den Kongress vorzeitig zu beenden.

Von Stefan Koch/RND

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