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Nachrichten Politik FDP-Fraktionsvize Lambsdorff rügt CDU-Mann Röttgen
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11:32 17.10.2018
„Die Unteilbarkeit der vier Grundfreiheiten des Binnenmarktes ist kein sinnfreies Dogma, sondern der Kern der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte der EU“: FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff. Quelle: dpa
Berlin

Die FDP hat die Kritik des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen an der Brexit-Verhandlungsstrategie der EU-Kommission scharf zurückgewiesen. „Anstatt die Brexit-Strategie der EU auf den letzten Metern des Verhandlungsmarathons infrage zu stellen, sollte die CDU als Regierungspartei für die Geschlossenheit der EU-27 eintreten“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Lambsdorff wirft dem CDU-Außenpolitiker Röttgen vor, mit seiner Kritik an Brüssel die Befürworter eines harten Brexit zu stärken. „Mit seinen Äußerungen sorgt Norbert Röttgen dafür, dass irrlichternde Brexiteers wie Boris Johnson und Jacob Rees-Mogg wieder Aufwind bekommen.“ Röttgen hatte im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland das Festhalten der EU an der Integrität des Binnenmarktes und der Unteilbarkeit der vier Grundfreiheiten als falsch bezeichnet. „Dieses Dogma hat weder eine rechtliche noch eine ökonomische Grundlage und führt politisch in die Sackgasse“, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses. Röttgen schlug als Lösung im Streit um innerirische Grenzkontrollen den freien Warenverkehr zwischen der EU und Großbritannien vor.

Der FDP-Außenpolitiker Lambsdorff lehnt dies entschieden ab: „Klar ist: Die Unteilbarkeit der vier Grundfreiheiten des Binnenmarktes ist kein sinnfreies Dogma, sondern der Kern der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte der EU.“

Von Marina Kormbaki/RND

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