Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 2 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Flüchtlingslager Idomeni soll bis Juni aufgelöst werden

Migration Flüchtlingslager Idomeni soll bis Juni aufgelöst werden

Ein Eisenbahnwaggon als Rammbock, um die Grenze zu überwinden: Flüchtlinge in Idomeni lassen sich immer neue Aktionen einfallen, um auf der Balkanroute weiterzukommen. Nun will Athen das wilde Lager endgültig räumen.

Voriger Artikel
Amnesty-Bericht: Deutsche besonders offen für Flüchtlinge
Nächster Artikel
Erdogan-Vertrauter Yildirim soll Davutoglu-Nachfolger werden

Migranten fordern, dass die sogenannte Balkanroute wieder geöffnet und ihnen erlaubt wird, nach Zentraleuropa weiter zu fahren. 

Quelle: Kostas Tsironis

Athen. Das improvisierte Flüchtlingslager in Idomeni im Norden Griechenlands soll bis Anfang Juni aufgelöst werden. Das kündigte Giorgos Kyritsis, Sprecher des Stabes für die Flüchtlingskrise, im Gespräch mit der griechischen Nachrichtenagentur ANA an.

Immer wieder kommt es in dem Camp zu Aufständen von Flüchtlingen und Migranten. Zuletzt versuchten 300 von ihnen in der Nacht zum Donnerstag, die Grenze nach Mazedonien gewaltsam mit Hilfe eines ausrangierten Eisenbahnwaggons einzureißen, den sie als Rammbock nutzen wollten.

In Nordgriechenland würden derzeit weitere staatliche Flüchtlingslager fertiggestellt, um die rund 9000 Flüchtlinge aus Idomeni aufzunehmen, sagte Kyritsis. Es sei nur noch eine Frage von Wochen, bis sich das improvisierte Lager an der Grenze zu Mazedonien leeren werde. Allerdings ist es nicht das erste Versprechen dieser Art; zuletzt wollte die griechische Regierung das Lager bis Anfang Mai weitgehend aufgelöst haben.

Zwischenzeitlich harrten bis zu 13 000 Menschen in Idomeni aus, nun sind es nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise noch rund 9000, darunter viele Frauen und Kinder. Sie hoffen darauf, dass Mazedonien die Grenze doch noch öffnet und somit ihre Weiterreise nach Mitteleuropa ermöglicht. Deshalb lehnen sie auch die Umsiedlung in staatliche Flüchtlingslager ab - aus Angst, eine mögliche Grenzöffnung zu verpassen.

In der Nacht zum Donnerstag gerieten Flüchtlinge und Polizei nach der versuchten Grenzstürmung aneinander. Steine flogen, die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein. Vier Demonstranten und zwei Polizisten wurden leicht verletzt und in Krankenhäusern behandelt.

Mittlerweile halten sich rund 54 500 Flüchtlinge und Migranten im Land auf. Seit dem Inkrafttreten des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei kommen jedoch derzeit nur wenige Neuankömmlinge. So setzten von Mittwoch auf Donnerstag nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise lediglich 100 Menschen illegal von der türkischen Küste zu den griechischen Inseln über.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
7d8f4b1e-2b70-11e7-9327-a307594c6a64
Terrorverdacht: Mann in Londoner Regierungsviertel festgenommen

Nur wenige hundert Meter vom britischen Parlament entfernt hat die Polizei am Donnerstag einen Mann wegen Terrorverdachts festgenommen. Er hatte der Polizei zufolge mehrere Messer bei sich.

Sollte der Flughafen Tegel auch nach Eröffnung des BER offen bleiben?

25. April 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Welches Glück müssen wir jahrzehntelang gehabt haben, dass wir in Frieden und relativ sicher in Deutschland leben konnten – mit all den Türken, die das Land bevölkern.

mehr