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Fraktionsvorsitzende der Linken getortet

Angriff auf Wagenknecht bei Parteitag Fraktionsvorsitzende der Linken getortet

Erst traf es unter anderem Beatrix von Storch von der Alternative für Deutschland, nun ist auch Sahra Wagenknecht (Linke) getortet worden. Die Attacke der Initiative "Torten für Menschenfeinde" warf ihr eine Schokoladentorte mitten ins Gesicht. Grund dafür war ihre Position in Sachen Flüchtlingsfrage.

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Die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Sahra Wagenknecht, wurde getortet.

Quelle: dpa

Magdeburg. Tortenangriff auf Sahra Wagenknecht: Beim Linken-Parteitag in Magdeburg wurde die Fraktionschefin am Samstag mit einer Schokoladentorte beworfen. Die Attacke der antifaschistischen Initiative namens „Torten für Menschenfeinde“ erfolgte während der Rede von Parteichef Bernd Riexinger. Ein 23-jähriger Mann aus Weißenfels (Sachsen-Anhalt) drückte ihr aus nächster Nähe die braune Cremetorte mitten ins Gesicht. Wagenknecht, die in der ersten Reihe saß, konnte sich überhaupt nicht wehren. Verletzt wurde sie nicht.

Die Anstifter zu dem Tortenwurf warfen Wagenknecht in einem Flugblatt vor, ebenso wie die rechtspopulistische AfD den „Volkszorn“ in politische Forderungen zu übersetzen. Wagenknecht hatte in der Vergangenheit die Auffassung vertreten, Deutschland könne nicht alle Flüchtlinge aufnehmen, und damit auch in den eigenen Reihen für Kritik gesorgt. 

Nach dem Angriff mit einer Torte auf die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Sahra Wagenknecht decken die Parteisorsitzende Katja Kipping (l.) und der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dietmar Bartsch, das Gesicht von Wagenknecht mit Jacken ab.

Quelle: dpa

Ende Februar war die AfD-Vizevorsitzende Beatrix von Storch in einer internen Parteisitzung in Kassel von Aktivisten der Gruppe mit einer Sahnetorte beworfen worden.

Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping sagte nach dem Tortenwurf in Magdeburg: „Das war ein Angriff auf uns alle.“ Die Linke sei mit Wagenknecht „geschlossen gegen Verstümmlung des Asylrechts“.

„Diese Haltung werden wir behalten, egal welche Torten hier durch den Raum fliegen“, sagte Kipping. Wagenknechts Ko-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch sagte: „Das ist nicht links, nicht antifaschistisch, das ist asozial.“ Nach dem Zwischenfall schaltete die Linkspartei die Polizei ein.

Erst nach drei Stunden kehrte die Ehefrau von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine auf den Parteitag zurück. Die 46-Jährige wurde mit großem Applaus gefeiert. Wagenknecht sagte: „Schlimmer als die ganze Torte finde ich die Beleidigung, mit Frau von Storch auf eine Ebene gestellt worden zu sein. Das ist echt eine Unverschämtheit.“ Ob sie gegen ihren Angreifer Strafanzeige stellt, ließ sie offen.

Der Mann wurde nach einer Vernehmung von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Von MAZonline

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