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Heute um 12 Uhr schweigt Europa

Terroranschläge von Paris Heute um 12 Uhr schweigt Europa

Trauer, Schock und Fassungslosigkeit – das sind zwei Tage nach Tage nach den Anschlägen von Paris noch immer die vorherrschenden Gefühle vieler Menschen. Am Montag um 12 Uhr wird der Opfer des Terrors von Paris gedacht. Für eine Minute halten dann die Menschen inne und schweigen. Unterdessen ist die politische Debatte nach den Anschlägen angelaufen.

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In Paris herrscht große Trauer und großes Entsetzen nach den Anschlägen.

Quelle: dpa

Potsdam. Nach den Anschlägen von Paris ruft die Europäische Union alle Europäer für Montag um 12 Uhr zu einer Schweigeminute auf. Die Europäische Union sei nach der Anschlagsserie in der französischen Hauptstadt „zutiefst schockiert“ und „in Trauer“, erklärten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten und die EU-Institutionen in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Anschläge mit mindestens 129 Toten seien „eine Attacke auf uns alle“, der 13. November werde allen Europäern als ein „Tag der Trauer“ in Erinnerung bleiben. Deshalb seien alle Europäer eingeladen, sich am Montag um 12 Uhr an einer Schweigeminute zur Erinnerung an die Opfer zu beteiligen.

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Von der Leyen warnt davor Flüchtlinge mit Terroristen gleichzusetzen

Unterdessen hat am Sonntag in Deutschland die Diskussion über Folgen des Terrors von Paris begonnen. Besonders im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Flüchtlingsdebatte. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat davor gewarnt, Flüchtlinge nach der Anschlagsserie in Paris unter Generalverdacht zu stellen. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, Flüchtlinge mit Terroristen gleichzusetzen“, sagte von der Leyen der „Passauer Neuen Presse“. „Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder haben ihre Heimat verlassen, um genau vor solchen Grausamkeiten zu fliehen, wie wir sie am Freitag in Paris erlebt haben. Was wir aber definitiv brauchen, ist mehr Ordnung an den Grenzen, das gilt insbesondere auch für die Außengrenzen der EU.“

Außenminister warnt vor überstürzten Militär-Aktionen

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat vor überstürzten militärischen Reaktionen gewarnt. Gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die sich zu den Anschlägen bekannt hat, helfe „nur planvolles Handeln der Staatengemeinschaft“, sagte Steinmeier am Montag zu „Spiegel Online“. „Der Kampf gegen den IS wird allein militärisch nicht zu gewinnen sein“, die Staatengemeinschaft müsse sich „noch kraftvoller“ für eine politische Lösung einsetzen und Perspektiven für eine Befriedung Syriens aufzeigen.

Von MAZonline

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