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Für mehr Sicherheit im deutschen Bahnverkehr

Sicherheitsdebatte Für mehr Sicherheit im deutschen Bahnverkehr

Nach der Thalys-Attacke in Frankreich gibt es in Deutschland Forderungen nach mehr Polizei in Zügen und auf Bahnhöfen. Problem: Die Bundespolizei ist schon jetzt mit der Fülle der Aufgaben ausgelastet. Die Bahn versucht auf anderem Wege, für mehr Sicherheit zu sorgen: Sie verbietet Hooligans das Bahnfahren.

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Der Bahnhof Berlin-Spandau.

Quelle: dpa

Berlin. Nach der bewaffneten Attacke in einem Hochgeschwindigkeitszug Thalys nach Paris gibt es auch in Deutschland Forderungen nach einem besseren Polizeischutz in Zügen und Bahnhöfen. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), sagte der "Passauer Neuen Presse", im Vergleich zum intensiv kontrollierten Flugverkehr sei der Bahnverkehr wesentlich anfälliger. Um angesichts der Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus die Polizeipräsenz zu erhöhen, " bedarf es aber unweigerlich zusätzlicher Stellen bei der Bundespolizei . Denn diese ist durch die hohen Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen bereits jetzt extrem belastet."

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält einen Einsatz von Sicherheitsbegleitern in Zügen nach dem Vorbild der Sky-Marshalls im Luftverkehr für sinnvoll. Schlüssel dafür sei aber die Personalstärke der Bundespolizei: " Momentan sind wir noch nicht mal in der Lage, Taschendiebstähle zu verhindern ", sagte Jörg Radeck, stellvertretender Vorsitzender der GdP, der "Neuen Westfälischen".

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte am Sonntag am Rande einer Veranstaltung in Aachen gesagt: "Ich kann mir nicht vorstellen, in jede S-Bahn und in jeden Zug Sicherheitsbeamte zu stellen. Da wo wir große Gefährdungen haben, da wo wir Hinweise haben, müssen wir den Zugverkehr möglicherweise etwas stärker in den Blick nehmen als in der Vergangenheit." Eine absolute Sicherheit könne es nicht geben.

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Hooligans müssen draußen bleiben

Die Bahn versucht auf anderem Wege, für Sicherheit zu sorgen. Gewaltsuchende und polizeibekannte Fußballfans sollen in Zukunft nicht mehr mit der Bahn zu Fußballspielen fahren dürfen. Etwa 200 bis 300 Hooligans sollten per Post über das Verbot informiert werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Hintergrund sind Übergriffe und Schlägereien im Umfeld von Fußballspielen. Das geplante Verbot soll deutschlandweit für die An- und Abreise zu den Stadien gelten und auch die S-Bahnen betreffen. dpa

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