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Gabriel: USA sollten Nordkorea nicht weiter provozieren

Bevorstehendes Militärmanöver Gabriel: USA sollten Nordkorea nicht weiter provozieren

Angesichts der Nordkorea-Krise hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) an die USA und Südkorea appelliert, das bevorstehende Militärmanöver beider Staaten „so wenig provokativ wie möglich“ durchzuführen.

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Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) warnt die USA vor einer weiteren Provokation gegen Nordkorea.

Quelle: dpa

Berlin. In einem Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) sagte Gabriel, das Manöver „kann dazu führen, dass Nordkorea die Gelegenheit zu neuen Provokationen nutzt, zum Beispiel, um eine Mittelstreckenrakete auf Guam abzufeuern“. Daraus könne sich ganz schnell eine weitere „Spirale der Gewalt“ entwickeln.

Parallel zur unauffälligen Gestaltung des Militärmanövers müssten China und Russland den Druck auf Nordkorea erhöhen. Es könne nicht im Interesse Chinas sein, dass seine Nachbarstaaten sich mit Atomwaffen ausrüsteten, „um sich gegen den Wahnsinn Nordkoreas zu schützen“. Am Ende stünden sich dann immer mehr Atommächte waffenstarrend gegenüber. „Das bedroht dann nicht nur Südostasien, sondern die ganze Welt. Auch uns in Europa“, warnte Gabriel.

Zuallererst sei natürlich der nordkoreanische Diktator verantwortlich für die Zuspitzung der Krise, betonte der Bundesaußenminister. Aber es sei „die falsche Reaktion“ des US-Präsidenten, „vom eigenen Golfclub heraus das Inferno zu beschwören“. Trump mache Urlaub und „redet nebenbei mal eben über Höllenfeuer und Wut“, kritisierte Gabriel. „Ich gebe offen zu: diese Verantwortungslosigkeit macht fassungslos.“ Mit Trump werde „die internationale Rechtsordnung in Frage gestellt“. Und in dieses Vakuum „werden immer mehr Diktaturen stoßen“, warnte Gabriel.

Von RND

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