Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Gauck ruft zu mehr Engagement gegen Flüchtlingselend auf
Nachrichten Politik Gauck ruft zu mehr Engagement gegen Flüchtlingselend auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:29 08.12.2015
Bundespräsident Gauck bei seinem Besuch im Flüchtlingslager im jordanischen Asrak. Quelle: Rainer Jensen
Anzeige
Asrak

Bundespräsident Joachim Gauck hat zu mehr internationalem Engagement gegen das Elend der Flüchtlinge aus Syrien aufgerufen.

"Die Völkergemeinschaft muss sich schon überlegen, ob sie es dulden will, wenn Ernährungsprogramme runtergefahren werden müssen. Das geht so nicht", sagte Gauck nach einem Besuch des Flüchtlingslagers Asrak in Jordanien nahe der syrischen Grenze. "Wir müssen uns bewusst machen, dass jeder Dollar, jeder Euro, den wir in Bildung und Ausbildung stecken, auch eine Art Prävention gegen die Ausweitung von Terrorismus ist."

Zum Abschluss seines zweitägigen Jordanien-Besuchs hatte sich Gauck vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR über die Lebensbedingungen der Menschen in dem Camp informieren lassen, eine Schule und ein Gemeinschaftszentrum besucht und mit einer Flüchtlingsfamilie gesprochen.

Das vom UNHCR geführte zweitgrößte Flüchtlingscamp in Jordanien liegt rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Amman in der Wüste. Ganz in der Nähe der syrischen Grenze leben hier nach UNHCR-Angaben derzeit rund 28 300 Menschen - offiziell kann das Camp bis zu 100 000 Flüchtlinge aufnehmen.

Ihm sei bei dem Besuch klar geworden, "dass, wenn sich irgendeine Gesellschaft vorstellt, dass es gut sei, auf Dauer Flüchtlinge in Lagern unterzubringen, dass das ein Irrweg ist", sagte der Bundespräsident. "Es muss darum gehen, Möglichkeiten der Integration zu schaffen", forderte Gauck.

Für den Übergang sei etwa der Schulunterricht in Lagern, "auch das Erlernen der landesüblichen Dinge, die man wissen muss, um weiterzukommen, okay." Die Menschen müssten bei der Ankunft mit einem Dach über dem Kopf versorgt werden. Auf Dauer sei aber die Integration wichtig. "Die deutsche Bevölkerung bietet dafür allerhand an mit ihrer Aufnahmebereitschaft und den Solidaritätsbekundungen, den unzähligen Freiwilligen, die den Hilfswerken und dem Staat helfen, diese Herausforderungen zu meistern", sagte Gauck.

dpa

Die AfD sorgt sich um die Finanzierung ihres Bundestagswahlkampfes. Bald könnte eine große Finanzlücke bei der umstrittenen Partei klaffen - dann, wenn die Änderung des Parteiengesetzes eintritt. Es geht nicht nur um künftige Mittel, sondern auch um Rückzahlungen in Millionenhöhe. Deshalb betteln die Mitglieder nun um Spenden.

08.12.2015

Wegen der rasch steigenden Zahl von Flüchtlingskindern an deutschen Schulen hat der Philologenverband vor einem Lehrermangel ab Mitte 2016 gewarnt. "Allein für die Flüchtlingskinder, die in diesem Jahr in Deutschland angekommen sind, benötigen wir mindestens 20 000 Lehrer zusätzlich", sagte der Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger der "Rheinischen Post".

08.12.2015

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe will am Mittwoch im NSU-Prozess eine Aussage verlesen lassen - trotz angeschlagener Psyche. Dass sie einen Nervenzusammenbruch erlitten hat, wollte ihr Anwalt Grasel nicht bestätigen. Er sagt: "Wir wollen das hinter uns bringen."

08.12.2015
Anzeige