Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Gauland und Meuthen bilden neue AfD-Spitze

Parteitag in Hannover Gauland und Meuthen bilden neue AfD-Spitze

Die Delegierten der AfD bleiben unberechenbar. Zwar bestätigen sie Jörg Meuthen als Vorsitzenden, doch wer noch in die Doppelspitze aufrücken würde, blieb lange unklar. Alexander Gauland verhindert den Richtungskampf mit seiner Wahl. Damit haben die gemäßigten Mitglieder das Nachsehen.

Voriger Artikel
Der Kampf um CSU-Spitzenämter ist voll entbrannt
Nächster Artikel
Trump hält Flynns Russland-Kontakte für legal

Sie bilden die neue Doppelspitze der AfD: Alexander Gauland (r) und Jörg Meuthen.

Quelle: AP

Hannover. Die AfD hat auf ihrem Parteitag den Europaabgeordneten Jörg Meuthen und Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland an die Parteispitze gewählt - und ist damit weiter nach rechts gerückt. In einem turbulenten Macht- und Richtungskampf scheiterte am Samstag in Hannover der als vergleichsweise gemäßigt geltende Berliner Landeschef Georg Pazderski. Der muss sich mit dem Posten des stellvertretenden Parteivorsitzenden zufriedengeben.

Gauland war im dritten Wahlgang für den Co-Vorsitz neben Meuthen nur noch als einziger Kandidat angetreten. Er erhielt 68 Prozent der Stimmen.

Zuvor waren zwei Wahlgänge für den Co-Vorsitz ohne Ergebnis geblieben, weil weder Pazderski noch seine überraschend angetretene Gegenkandidatin, die schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein, eine ausreichende Mehrheit bekamen. Im ersten Wahlgang stimmten nur rund 47 Prozent der Delegierten für Pazderski. Die als weiter rechts eingeordnete Sayn-Wittgenstein erhielt 49 Prozent. Im zweiten Wahlgang kam Pazderski auf 49 Prozent, seine Gegenkandidatin auf knapp 48 Prozent. Damit erreichte auch hier keiner der beiden Kandidaten die erforderliche Mehrheit. Die Delegierten hatten zuvor beschlossen, wieder eine Doppelspitze zu wählen.

Die schleswig-holsteinische AFD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein war die Überraschungskandidatin

Die schleswig-holsteinische AFD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein war die Überraschungskandidatin.

Quelle: dpa

Der Parteitag wurde daraufhin für weitere Beratungen unterbrochen. Sayn-Wittgenstein und dann auch Pazderski zogen ihre Kandidatur zurück - und Gauland trat an. Dem 76-jährigen Strippenzieher der Partei war noch vor dem Parteitag in Medien nachgesagt worden, nicht für den Vorsitz kandidieren zu wollen.

Zuvor hatte Meuthen ohne Gegenkandidaten 72 Prozent der Stimmen erhalten. 24 Prozent stimmten gegen ihn. Der 56-Jährige ist bereits seit 2015 einer der Vorsitzenden der AfD, zunächst amtierte er zusammen mit Frauke Petry, die nach der Bundestagswahl die Partei verlassen hat. Er hat trotz seines wirtschaftsliberalen Hintergrundes viele Unterstützer aus dem rechtsnationalen Flügel um den Thüringer Landeschef Björn Höcke.

Von dpa/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
b61202e2-e10a-11e7-b5b6-43dd8b67c0fc
Flugzeug im Kreis Ravensburg abgestürzt

Im Kreis Ravensburg ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Laut Polizei waren drei Insassen an Board.

Begleitetes Fahren schon ab 16 statt 17 – eine gute Idee?