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Politik Genosse Rüpel
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17:57 27.09.2017
Gute Miene zum bösen Spiel: Thomas Oppermann und Andrea Nahles. Quelle: imago/photothek
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Berlin


Am Mittwoch ist die neue SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles das letzte Mal zu einem festen Termin in Berlin erschienen, dem Frühstück der SPD-Kabinettsmitglieder. Die vertrauliche Runde hat sich wie üblich um 8 Uhr in den oberen Etagen des Auswärtigen Amts getroffen, Gastgeber ist Vizekanzler Sigmar Gabriel. Nahles erschien dieses Mal wenige Minuten später, dann ergriff sie kurz das Wort. Sie bedanke sich für die Arbeit in den vergangenen Jahren, führte sie aus, und sie bat um Verständnis, dass sie der Runde nun in Anbetracht neuer Aufgaben fernbleiben werde. Sie hatte noch nicht ausgesprochen, da fuhr ihr Amtsvorgänger Thomas Oppermann, auch anwesend, über den Mund und wechselte das Thema. Dann endete das Frühstück, ohne dass sich jemand zu der Personalie äußerte.

Kurz danach sahen sich die Minister wieder im Kanzleramt bei der wohl letzten Kabinettssitzung der Großen Koalition. In der Sitzung ergriff die Gastgeberin dieser Runde, Bundeskanzlerin Angela Merkel, das Wort. Vor Unions und SPD-Ministern lobte Merkel Nahles’ zuverlässige Arbeit. Am Ende der Sitzung nahm die Kanzlerin Nahles erneut zur Seite und gab ihr beste Wünsche für die neue Aufgabe mit auf den Weg. Beobachter der Szene erkannten ehrliche Herzlichkeit.

Zwei Abschiede am Morgen, zwei Herangehensweisen. Die eigenen Leute ignorieren Nahles, die Mitstreiter der anderen Partei zollen Respekt. Stilfragen, einerseits. Andererseits ist die Frage des schlechten Umgangs miteinander immer schon ein Problem der SPD gewesen. Das berührt viele Fragen: Es geht um alte Strukturen, um Machogehabe, um das Aufbrechen alter Kumpeleien. Probleme beim Frühstück lassen manchmal tief blicken in die Seele einer Beziehung, oder auch einer Partei.

Von Gordon Repinski

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