Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Gericht ordnet Verbesserungen für Migranten in Calais an

Migration Gericht ordnet Verbesserungen für Migranten in Calais an

Das illegale Flüchtlingscamp bei Calais wird nicht zufällig "Dschungel" genannt. Nun werden französische Behörden gerichtlich gezwungen, bessere Bedingungen zu schaffen.

Voriger Artikel
Mehr Menschen auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen
Nächster Artikel
UN: Alle zehn Minuten kommt ein staatenloses Kind zur Welt

Flüchtlinge in Calais: In dem «Dschungel» genannten Camp leben rund 6000 Migranten unter schwierigen Bedingungen.

Quelle: Stephanie Lecocq

Lille (dpa) - Selbst gebaute Hütten, provisorische Zelte und notdürftige medizinische Versorgung: In dem "Dschungel" genannten Camp bei Calais in Frankreich leben rund 6000 Migranten unter schwierigen Bedingungen.

Nun hat das Verwaltungsgericht im nordfranzösischen Lille die Behörden aufgefordert, für bessere Bedingungen zu sorgen. Die Präfektur des Départements Pas-de-Calais und die Gemeinde Calais sollen unter anderem 50 Toiletten und 10 zusätzliche Wasserzapfstellen einrichten, wie das Gericht am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Paris bestätigte. Außerdem sollen ein Müllsammelsystem eingeführt und das Gelände gereinigt werden. Zudem wurden bessere Zufahrtsmöglichkeiten für Rettungsdienste verlangt.

Das Gericht, das von Nichtregierungsorganisationen angerufen wurde, fordert die Ausführung aller Maßnahmen innerhalb von acht Tagen. Für jeden Tag Verzögerung würden 100 Euro Strafe fällig. Ende vergangener Woche hatte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve erklärt, bereits erste Schritte unternommen zu haben, darunter auch den Transfer von 402 Migranten in verschiedene Aufnahmestätten.

Viele der Flüchtlinge, die aus Eritrea, Äthiopien, Afghanistan, Pakistan oder dem Sudan kommen, stellen keinen Asylantrag in Frankreich. Sie warten in Calais auf die Chance, über den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen. Sie hoffen, in Großbritannien eine Arbeit zu finden, auch weil es ihnen leichter fällt, Englisch zu sprechen als Französisch zu lernen. Zudem spielt die Dauer des Asylverfahrens eine wichtige Rolle, die in Großbritannien im Schnitt bei sechs Monaten liegen soll, in Frankreich bei achtzehn Monaten. Seit Anfang Juni gab es bei dem Versuch, über den Ärmelkanal auf die britische Insel zu gelangen, bereits mehr als 9 Tote.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
96aa5038-87fc-11e7-a878-74bcfc034c6f
Was geschah auf der „Nautilus“?

Die Journalistin Kim Wall ist tot, ihre Leiche wurde in einer Bucht vor Kopenhagen gefunden. Der U-Boot-Bauer Peter Madsen sitzt in Untersuchungshaft. Was genau am 10. August auf der „Nautilus“ geschah, ist immer noch rätselhaft.

Welche Dreckecke ist die schlimmste in der Stadt Rathenow (Havelland)?

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr