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Gewalt vor der Wahl in Myanmar: Opposition attackiert

Wahlen Gewalt vor der Wahl in Myanmar: Opposition attackiert

Mit Messern gehen Unbekannte kurz vor der Wahl in Myanmar auf die Opposition los. Die Angst um Freiheitsikone Suu Kyi wächst.

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In Myanmar haben Angreifer Besucher einer Wahlveranstaltung der Opposition attackiert. Foto:Lynn Bo Bo

Rangun. Nach der Messerattacke auf Teilnehmer einer Wahlveranstaltung in der einstigen Militärdiktatur Myanmar wächst gut eine Woche vor dem Urnengang die Angst vor weiteren Übergriffen.

Ziel des Anschlags war die Oppositionspartei NLD von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die am Sonntag selbst in der Nähe der Hafenstadt Rangun auftreten will. "Wir sorgen uns um ihre Sicherheit", sagte Parteisprecherin Nan Khin Htwe Myint am Freitag. "Bei ihren Auftritten kommen immer riesige Menschenmengen. Wir werden die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen."

Am Donnerstagabend waren Männer mit Messern und Schwertern in einem Vorort von Rangun auf einen Abgeordneten der NLD und andere Besucher der Veranstaltung losgegangen. Der Abgeordnete wurde schwer verletzt und operiert. Drei weitere Menschen kamen ins Krankenhaus. Die Polizei nahm zunächst drei Männer fest. Einer kam am Freitag frei, wie ein Sprecher sagte. Er machte keine Angaben über die Verdächtigen, die im Gewahrsam blieben.

Myanmar war bis 2011 jahrzehntelang eine Militärdiktatur. Seitdem ist eine Regierung von Gnaden des Militärs an der Macht. Am 8. November wird gewählt. Die NLD von Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi kann nach Einschätzung von Beobachtern mit einem deutlichen Sieg rechnen. Umfragen gibt es nicht. 1990 gewann sie bei Wahlen 80 Prozent der Sitze. Das Militär ignorierte das Ergebnis aber. Die Wahl 2010 gewann die vom Militär gegründete Partei USDP. Die Abstimmung war nach dem Urteil von Wahlbeobachtern weder frei noch fair.

Es sei nicht der erste Übergriff gewesen, sagte die Parteisprecherin. Über Zwischenfälle in der Provinz sei nur nicht berichtet worden. Die jahrelang geächtete NLD hat auch früher schon Gewalt erlebt. Als Suu Kyi 2003 im Land unterwegs war, um Anhänger zu treffen, wurde ihr Konvoi in Depayin angegriffen und mehr als 70 NLD-Anhänger wurden ermordet. In unabhängigen Untersuchungen wurden Gruppen, die der damaligen Militärregierung nahestanden, verantwortlich gemacht.

dpa

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