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Ghana nimmt zwei Guantánamo-Häftlinge auf

Terrorismus Ghana nimmt zwei Guantánamo-Häftlinge auf

Auch wenn er sich schwertut: US-Präsident Obama will das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo schließen. Zwei Häftlinge verlassen das Lager in Richtung Ghana. 15 weitere Transfers werden noch im Januar erwartet.

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Ghana ist das erste Land in Schwarzafrika, das Guantánamo-Häftlinge aufnimmt.

Quelle: Randall Mikkelsen

Washington/Accra. Die USA entlassen zwei weitere Gefangene aus dem umstrittenen Lager Guantánamo. Die beiden aus dem Jemen stammenden Männer würden an die Regierung von Ghana übergeben, teilte das US-Verteidigungsministerium in Washington mit.

Sie waren zuvor einer umfassenden Prüfung unterzogen worden und werden seit Jahren nicht mehr als Sicherheitsrisiko eingestuft.

Ghana ist das 24. Land, das Guantánamo-Häftlinge aufnimmt, das erste in Schwarzafrika. Das westafrikanische Goldproduzent nimmt die Männer "für einen Zeitraum von zwei Jahren" auf, wie Außenministerin Hannah Tetteh in Accra erklärte. Anschließend dürften sie das Land verlassen. Ihre Aktivitäten in Ghana würden regelmäßig überwacht, um die Sicherheit aller Bürger zu gewährleisten. 

"Die Vereinigten Staaten sind der Regierung von Ghana für ihre humanitäre Geste dankbar und für ihren Willen, die US-Pläne zur Schließung des Gefangenlagers in der Bucht von Guantánamo zu unterstützen", heißt es in einer Mitteilung des Pentagon.

Nach Medienberichten wurde der jüngere der beiden 34 und 36 Jahre alten Männer seit fast zehn Jahren als geeignet eingestuft, das Lager zu verlassen, der andere seit über sechs Jahren. Gegen beide gab es nie eine Anklage.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International begrüßte den Schritt. "Der heutige Transfer und die 15 weiteren, die wir in diesem Monat erwarten, sind ein Zeichen, dass Präsident Obama sein Versprechen wahr machen will, Guantánamo zu schließen, bevor er aus dem Amt scheidet."

In Guantánamo auf Kuba sitzen damit noch 105 Gefangene. 46 von ihnen gelten als nicht mehr sicherheitsrelevant. Noch Ende dieser Woche könnte ein weiterer Transfer anstehen, 14 weitere bis Ende Januar. US-Präsident Barack Obama, der die Schließung des Lagers zu einem Anliegen seiner Amtszeit gemacht hatte, hatte angekündigt, die Zahl der Insassen Anfang 2016 auf unter 100 zu reduzieren.

Das Lager war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf dem US-Militärstützpunkt auf Kuba eingerichtet worden, um Terrorverdächtige ohne Kriegsgefangenen-Status festzuhalten.

dpa

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