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Nachrichten Politik Großbritannien sucht Mitarbeiter für Brexit-Krisenzentrum
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21:11 08.02.2019
Im Londoner Regierungsviertel bereitet man sich auf den Brexit vor. Quelle: Getty Images
London

Angesichts des drohenden ungeregelten EU-Austritts rekrutiert die britische Regierung Bürger für den Aufbau eines Krisenzentrums. Wie der „Guardian“ berichtet, sendete das Umweltministerium eine entsprechende Meldung an Personalvermittlungsagenturen.

Demnach könnte das Zentrum, das sicherstellen soll, dass Großbritannien auch nach einem „No Deal“-Austritt „reibungslos funktioniert“, möglicherweise für zwei Jahre betrieben werden. Bereits Ende Januar war bekannt geworden, dass die Regierung bei Unruhen Ausgangssperren verhängen könnten.

Keine Erfahrung in der Verwaltung notwendig

Die Krisenmanager müssen keine Laufbahn in der Verwaltung vorweisen. Eher sind Durchhaltevermögen und Flexibilität gefragt. Die Regierung sucht laut Stellenbeschreibung nach „unerschütterlichen Individuen“, die Minister und das Kabinett über aufkommende Notfälle informieren sollen. Dafür werden 300 bis 400 Pfund pro Tag gezahlt. Spätestes Eintrittsdatum: Ende Februar.

Das Zentrum soll sich mit verschiedenen Krisenszenarien auseinandersetzen. Unter anderem werden Notfallpläne für verrottende Vorräte, verunreinigtes Wasser und andere Versorgungsengpässe ausgearbeitet.

Der Vorsitzende der öffentlichen Dienstes, John Manzoni, hat laut „Guardian“ zusätzlich 5.000 Beschäftigte für diese Aufgaben abgestellt. Bereits jetzt sind 10.000 Beamte vorgesehen, um die administrativen Folgen zu bewältigen. Sie stammen aus den Verwaltungsbereichen, die nicht direkt vom Brexit betroffen sein werden – etwa aus dem Bildungssektor.

Von RND/mkr

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