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Guter Wille in Paris: Finanzversprechen beim Klimagipfel

Klima Guter Wille in Paris: Finanzversprechen beim Klimagipfel

Viele Menschen in Afrika sind noch ohne Elektrizität. Das soll eine Initiative zur Förderung erneuerbarer Energien auf dem Kontinent ändern. Auch bedrohte Inselstaaten bekommen Unterstützung zugesagt - denn auch US-Präsident Obama sieht sich als "Inseljunge".

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Frankreichs Präsident Hollande zusammen mit Kanzlerin Merkel in Paris. In Sachen Klimaschutz müssen vor allem die großen Industrienationen mit gutem Beispiel vorangehen.

Quelle: Guillaume Horcajuelo

Paris/Berlin. Im Ringen um einen Weltklimavertrag senden führende Industriestaaten Signale guten Willens an die Entwicklungsländer.

US-Präsident Barack Obama kündigte bei einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs von Inselstaaten an, sein Land werde sich mit 30 Millionen US-Dollar (ca. 28,3 Millionen Euro) an einer Versicherung gegen Folgen des Klimawandels beteiligen. Deutschland und Frankreich wollen Milliarden für erneuerbare Energien in Afrika bereitstellen.

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Besucher des Klimagipfels in der französischen Hauptstadt. Das Treffen dauert noch bis zum 11. Dezember.

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Frankreichs Präsident François Hollande versprach auf der Pariser UN-Klimakonferenz, sein Land werde für die Zeit von 2016 bis 2020 zwei Milliarden Euro geben. Die Initiative der Afrikanischen Union soll dafür sorgen, dass bis 2020 zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien von mindestens zehn Gigawatt installiert werden. Bis 2030, so die Hoffnung, soll dies auf 300 Gigawatt ansteigen. Am kommenden Montag soll eine Gebererklärung der G7-Länder unterzeichnet werden.

Die Umweltorganisation Greenpeace lobte das Vorhaben, betonte aber, der Löwenanteil müsse durch verträgliche Wind- und Sonnenenergie geschaffen werden anstatt durch große Staudämme. Christoph Bals von der Organisation Germanwatch sprach mit Blick auf das Langfristziel von einer "riesigen friedenspolitischen und umweltpolitischen Tat".

Das deutsche Entwicklungsministerium will dabei bis 2020 drei Milliarden Euro bereitstellen. "Und das bedeutet modernen, sauberen Strom für 25 Millionen Menschen", sagte Abteilungsleiterin Ingrid Hoven. Angesichts des rapide steigenden Energiebedarfs auf dem Kontinent müssten jetzt Investitionen in Kohle und Gas verhindert werden. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur leben bislang mehr als 620 Millionen Menschen südlich der Sahara ohne Strom.

Der Betrag ist Teil der geplanten Verdoppelung der deutschen Klima-Hilfen für Entwicklungsländer auf vier Milliarden Euro pro Jahr. Die Forderung der Entwicklungsländer nach Finanzspritzen ist ein Knackpunkt der Verhandlungen um ein Weltklimaabkommen.

Die vom steigenden Meeresspiegel existenziell bedrohten Inseln und Inselgruppen wie Papua Neuguinea, Barbados, die Marshallinseln, Saint Lucia oder Kiribati erhielten politische Unterstützung vom US-Präsidenten Obama. "Wenn sich das Muster des Wetters ändert, könnten wir mit Dutzenden Millionen Klimaflüchtlingen umgehen müssen", sagte er. Der auf Hawaii und in Indonesien aufgewachsene Politiker unterstrich: "Ich bin ein Inseljunge."

Die Antikorruptions-Organisation Transparency Deutschland mahnte derweil klare Strukturen bei der milliardenschweren Klimafinanzierung an. "Korruption gefährdet das Zwei-Grad-Ziel der Vereinten Nationen", warnte Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland, in einer Mitteilung. Die 196 Verhandlungspartner wollen sich auf einen neuen Weltklimavertrag einigen, der die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter begrenzen soll.

Nach dem symbolträchtigen Start mit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs stehen für die kommenden Tage Verhandlungen auf Expertenebene an. "Man redet jetzt konkret über Text", sagte Deutschlands Chefunterhändler Karsten Sach. Bis Samstag soll ein neuer Entwurf für einen Weltklimavertrag vorliegen. Dann noch strittige Fragen sollen nächste Woche die Umweltminister klären.

dpa

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