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Hasselfeldt bremst parteiinterne Seehofer-Kritiker

Parteien Hasselfeldt bremst parteiinterne Seehofer-Kritiker

Trotz des Debakels bei der Europawahl muss der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer derzeit keine Nachfolgedebatte fürchten. Die Forderung von Ex-Parteichef Erwin Huber, Seehofers Nachfolge rasch zu regeln, fand am Montag keine öffentlichen Unterstützer.

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Hat Horst Seehofer seinen Zenit überschritten?

Quelle: Peter Kneffel/Archiv

München. Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, wies auf Seehofers Verdienste hin: "Ich glaube, wir sollten uns schon auch daran erinnern, dass es Horst Seehofer war und ist, der die CSU wieder erfolgreich gemacht hat", sagte sie im ARD-"Morgenmagazin". Mit Seehofer habe die Partei die absolute Mehrheit in Bayern wieder erreicht und auch im Bund gute Ergebnisse erzielt.

Huber hatte im "Spiegel" gesagt, die "neue Mannschaft" müsse spätestens bis 2017 stehen. Dazu sagte Hasselfeldt: "Ich bin dafür, dass wir die Probleme dann lösen, wann wir sie zu lösen haben." Auch in der CSU-Landtagsfraktion wurde vor einer "abstrakten Debatte" über die Seehofer-Nachfolge gewarnt. Derlei Diskussionen seien derzeit fehl am Platz, hieß es übereinstimmend.

Hasselfeldt sagte, den Absturz auf 40 Prozent bei der Europawahl Ende Mai wolle sie "gar nicht beschönigen". "Das ist ein bitteres Ergebnis, das Anlass gibt nachzudenken: Woran lag es?" Den Wahlkampf müsse die CSU nun "gemeinsam inhaltlich auch analysieren".

Ihrer Ansicht nach ist dabei eine Auseinandersetzung mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) notwendig, die bei der Europawahl der CSU viele Stimmen weggenommen hatte. "Wir müssen die Wählerinnen und Wähler ernst nehmen, die AfD gewählt haben, die Argumente, die dazu geführt haben. Wir müssen uns damit auseinandersetzen. Aber wir dürfen sie auch nicht überbewerten."

Neue Chefin der auf fünf Abgeordnete geschrumpften CSU-Europagruppe im Europäischen Parlament ist die oberbayerische Politikerin Angelika Niebler. Die Vorsitzende der Frauen-Union in Bayern wurde einstimmig gewählt. Der bisherige Europagruppenchef Markus Ferber, der auch diesmal Spitzenkandidat war, verlor nach 15 Jahren seinen Posten.

Ein Mini-Comeback gibt es für die frühere Kultusministerin Monika Hohlmeier: Neun Jahre nach ihrem Sturz übernimmt die Strauß-Tochter Nieblers bisherigen Job als Parlamentarische Geschäftsführerin der CSU-Europaabgeordneten.

dpa

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