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Altkanzler Helmut Schmidt ist tot

Er wurde 96 Jahre alt Altkanzler Helmut Schmidt ist tot

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt ist tot. Er ist am Dienstagmittag im Alter von 96 Jahren gestorben. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Tagen drastisch verschlechtert. Seine Verwandten und Bekannten haben in den vergangenen Tagen Abschied genommen.

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Helmut Schmidt
 

Quelle: dpa

Hamburg. Altkanzler Helmut Schmidt ist am Dienstag gestorben. Er ist 96  Jahre alt geworden. Schmidts Gesundheitszustand hatte sich seit dem Wochenende drastisch verschlechtert. Am Montag war seine Tochter, die in Großbritannien lebt, nach Hamburg gereist, um ihrem Vater beizustehen. Auch Schmidts Lebensgefährtin Ruth Loah war noch am Sonntag bei ihm.

Lesen Sie hier ein ausführliches Porträt über den Altkanzler.

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Ein ganz Großer ist von uns gegangen: Altkanzler Helmut Schmidt. Noch vor zwei Monaten musste er sich einer Notoperation unterziehen. In den vergangenen Tagen hatte sich der Gesundheitszustand des Altkanzlers dramatisch verschlechtert. Nun gibt es die traurige Gewissheit: Der 96-Jährige ist in Hamburg am Dienstagnachmittag gestorben.

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Der Altkanzler war Anfang September in Hamburg wegen eines Blutgerinnsels am Bein operiert worden. Nach gut zwei Wochen verließ er das Krankenhaus und kehrte in sein Haus in Hamburg-Langenhorn zurück, wo er rund um die Uhr betreut wird. „Die Entlassung erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten“, hatte die Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg damals erklärt.

Eine seiner wichtigsten Reisen führte Schmidt 1981 in die damalige DDR. Lesen Sie hier, warum die Reise so wichtig war.

Schmidt rauchte nach seiner Entlassung wieder

Nach seiner Entlassung aus der Klinik Mitte September hatte Schmidts Kardiologe Prof. Karl-Heinz Kuck die Hoffnung geäußert, dass der 96-Jährige zu Hause wieder zu Kräften kommt. Gegen eine Zigarette hatte Kuck damals nichts einzuwenden. „Schmidt raucht seit mehr als 80 Jahren. Er soll ruhig wieder zur Zigarette greifen. Hauptsache, er bewegt sich.“

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Abschied vom Amt: Der gestürzte Bundeskanzler Helmut Schmidt beglückwünscht am 1.10.1982 seinen Nachfolger Helmut Kohl zu dessen Wahl. Foto: Jörg Schmitt/Archiv

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In der Klinik hatte der SPD-Politiker und Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“ nach Angaben der Ärzte nicht geraucht. Er habe aber ein Nikotinpflaster bekommen. Bei früheren Krankenhausaufenthalten soll der Altkanzler nach Informationen aus Klinikkreisen immer geraucht haben - ungeachtet eines Verbots.

Schmidt-Schnauze: So wurde der Altkanzler oft genannt - lesen Sie hier 10 kluge Sätze von Schmidt.

Tatkräftiger Innensenator und Nachfolger von Willy Brandt

Schmidt war von 1974 und bis 1982 als Nachfolger von Willy Brandt Bundeskanzler. In der Großen Koalition war er zuvor von 1967 bis 1969 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und danach Verteidigungs- und Finanzminister. Den Hamburgern ist Schmidt auch als tatkräftiger Innensenator während der Sturmflut von 1962 im Gedächtnis. Der Sohn eines Volksschullehrers kam am 23. Dezember 1918 im Hamburger Arbeiterviertel Barmbek zur Welt.

Schmidt besuchte zuletzt im September 2013 Brandenburg. Er unterstützte damals den jetzigen Außenminister Frank-Walter-Steinmeier im Wahlkampf.

Brandenburgs Politiker in Trauer

In Brandenburg stößt die Nachricht über Schmidts Tod auf Trauer und Betroffenheit. „Ich bin sehr traurig. Mit wird Helmut Schmidts Weisheit fehlen. Ich habe fast so etwas wie einen Vater verloren. Zum Geburtstag am 23. Dezember wollte ich ihn wieder besuchen“, sagte Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) am Dienstag der MAZ. Schmidt habe den Leuten imponiert. „Mich hat seine Konsequenz beeindruckt. Als der Warschauer Pakt  Anfang der 1980er Jahre  in Polen einmarschieren wollte, hat Schmidt den DDR-Funktionären klipp und klar gesagt, dass dann alle Gespräche mit der Bundesrepublik beendet seien.“  Zuletzt habe er mit Schmidt über das Verhältnis zu Russland gesprochen. „Denkt daran, dass Deutschland die Russen braucht, war seine Mahnung“, so Stolpe.

Rat habe er sich bei Schmidt auch zum Oder-Hochwasser geholt, sagte Stolpe. Schmidts Management bei der Hamburger Sturmflut vor 50 Jahren gilt noch heute als legendär. „Helmut Schmidt hat mir geraten, sofort die Bundeswehr mit ihren logistischen Möglichkeiten zu Hilfe zu rufen. Das haben wir auch gemacht.“

"Deutschland ist ärmer geworden"

Auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag, Ingo Senftleben, nimmt Anteil: „Mit großem Bedauern haben wir den Tod von Bundeskanzler Helmut Schmidt vernommen. Mit ihm ist ein großer Staatsmann von uns gegangen, der sich dadurch auszeichnete, dass er sich auch in schwierigen Zeiten stets von seinen Überzeugungen hat leiten lassen. Deutschland ist ihm zu Dank verpflichtet."

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Der Lotse ist von Board gegangen: Altkanzler Helmut Schmidt ist am Dienstag im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg gestorben. Politiker würdigen parteiübergreifend die Verdienste Helmut Schmidts. Wir haben eine Auswahl zusammengetragen.

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat den verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt als „überragende Persönlichkeit“ gewürdigt. In einem Kondolenzschreiben betonte Woidke am Dienstag: „Durch seinen Tod ist Deutschland ärmer geworden.“ Der SPD-Politiker habe national wie international zu den bedeutendsten Politikern des 20. Jahrhunderts gehört. Schmidts Ansehen habe dazu beigetragen, die Stellung Deutschlands in der Welt zu stärken. Zugleich betonte Woidke: „Wir werden seine Gelassenheit, seinen Scharfsinn und seine Art, Dinge beim Namen zu nennen, vermissen.“

Von MAZonline

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