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Hohe Spende von der Quandt-Familie auch für die FDP

Parteien Hohe Spende von der Quandt-Familie auch für die FDP

Die aus dem Bundestag ausgeschiedene FDP hat kurz nach der Wahl 360 000 Euro für ihre Parteikasse erhalten. Neben der Quandt-Familie spendete auch der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie an die liberale Partei.

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Der Unternehmer Stefan Quandt gehört zu den Großspendern von CDU und FDP.

Quelle: Rainer Jensen/Archiv

Berlin. Der Bundestag veröffentlichte am Donnerstag die Zuwendungen in Höhe von 210 000 und 150 000 Euro, die am 9. und 16. Oktober eingegangen waren. Beide Spender hatten nach der Bundestagswahl auch die CDU beziehungsweise die CSU mit hohen Geldbeträgen bedacht.

Johanna Quandt und ihre Kinder Stefan Quandt und Susanne Klatten spendeten der FDP insgesamt 210 000 Euro. Die drei Familienmitglieder halten zusammen 46,7 Prozent am Autobauer BMW. Die FDP bestätigte auf Anfrage den Eingang der Spende. Demnach flossen 150 000 Euro an die Bundespartei und 60 000 Euro an den hessischen Landesverband. Die Spende ging am 9. Oktober ein, wie auch die "Passauer Neue Presse" vorab berichtete.

Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie bedachte die Liberalen mit 150 000 Euro. Der Verband bestätigte die Spende auf Anfrage. Das Geld floss an den bayerischen Landesverband der FDP.

Die CDU hatte am 9. Oktober 690 000 Euro von Quandt und ihren Kindern bekommen. Die CSU erhielt von dem bayerischen Industrieverband am 15. Oktober 565 000 Euro. SPD, Linke und Grüne hatten beim Bekanntwerden der CDU-Spende auf einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintreten der Bundesregierung gegen strengere CO2-Vorgaben für Autos in der EU verwiesen. Die Bundesregierung verwahrte sich gegen Verdächtigungen, durch große Parteispenden politisch beeinflussbar zu sein.

Die Organisation LobbyControl kritisierte die Großspenden erneut scharf und vermutet eine Strategie. "Im Wahljahr 2013 flossen mehr Spenden kurz nach der Wahl als in den gesamten neun Monaten davor. Es darf nicht sein, dass Großspenden gezielt aus dem Wahlkampf herausgehalten werden", hieß es. Die Organisation fordert eine Obergrenze von 50 000 Euro pro Spender und Jahr für Parteispenden.

dpa

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